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Mehr Schadstoffe und Unfälle bei Tempo 140

Laut den Plänen der Bundesregierung soll Tempo 130 auf Autobahnen bald Geschichte sein.
Laut den Plänen der Bundesregierung soll Tempo 130 auf Autobahnen bald Geschichte sein. ©Symbolbild: APA/dpa/Patrick Seeger
Tempo 140 statt 130 erhöht das Unfallrisiko und negative Auswirkungen auf die Umweltbilanz des Verkehrs, stellt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fest.

Laut TU Graz nimmt bei Tempo 140 statt 130 der CO2-Ausstoß um zwölf Prozent und der Schadstoffausstoß sogar um 21 Prozent zu. Auch der Anhalteweg verlängert sich, wodurch das Unfallrisiko steigt. Der Verkehrsclub weist auf die Schweiz hin, wo auf Autobahnen Tempo 120 gilt und es keine Toleranz gegenüber Schnellfahren gibt. In der Schweiz ist die Zahl der Verkehrstoten deutlich niedriger als in Österreich.

Weniger statt mehr

Mit dem Tempo nehmen der Spritverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß zu. Laut Studie der TU Graz erhöht sich der CO2-Ausstoß durch Tempo 140 statt 130 um zwölf Prozent. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, braucht es aber einen Rückgang des Spritverbrauchs und der CO2-Emissionen, betont der VCÖ. Anfang April wird die Bundesregierung ihre Energie- und Klimastrategie präsentieren.

Längerer Anhalteweg

Ein höheres Tempo bedeutet auch einen längeren Anhalteweg. Ein Auto, das bei 130 km/h einen Anhalteweg (Reaktionsweg und Bremsweg) von 116 Meter hat, hat mit 140 km/h einen Anhalteweg von 132 Meter und nach 116 Meter noch eine Geschwindigkeit von 56 km/h, macht der VCÖ aufmerksam. Mit dem Tempo nehmen damit Unfallrisiko und Unfallschwere zu. Zudem steigt der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Fahrzeugen, was mehr Drängeln zur Folge haben kann.

Hohe Toleranzgrenze

Da es in Österreich zudem eine hohe Toleranzgrenze beim Überschreiten von Tempolimits gibt, ist zu befürchten, dass Tempolimit 140 in der Realität bei vielen 150 km/h oder mehr bedeutet. Anders übrigens in der Schweiz, wo die Toleranzgrenze bei Tempolimits nur 3 – 5 km/h beträgt. In der Schweiz gilt auf Autobahnen Tempo 120. Die Verkehrssicherheit ist in der Schweiz deutlich höher. Im Vorjahr kamen in der gesamten Schweiz 230 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Österreich war die Zahl der Opfer mit 413 fast doppelt so hoch. Die Schweiz profitiert auch vom dichten Bahnnetz mit seinen häufigen Verbindungen. Das Unfallrisiko mit dem Auto ist um ein Vielfaches höher als mit der Bahn.

(red)

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