AA

Letzter Akt in der Causa Steiner

Der "Zwist" zwischen Österreichs Aushängeschild in Sachen Gewichtheben, Matthias Steiner, und dem nationalen Fachverband hat ein Ende gefunden. Österreichs stärkster Gewichtheber wechselt nach Deutschland.

Der im August 23 Jahre alt werdende Athlet des AC Woge Bregenz zieht nun die Konsequenzen aus den Vorkommnissen, die selbst von Sportstaatssekretär Karl Schweitzer und Ministerialrat Robert Pelousek nicht geebnet werden konnten, und wechselt nach Deutschland.

“Es tut mir Leid, dass es so weit gekommen ist. Der Fachverband lässt mir trotz der Interventionen von höchster Stelle keine andere Wahl”, so Steiner. Im Klartext bedeutet dies, dass Steiner per sofort in Chemnitz leben und trainieren wird und gleichzeitig auch das Einbürgerungsverfahren eingeleitet hat. “In den letzten zwei Monaten hatte ich kaum Zeit zu trainieren. Ich war praktisch pausenlos damit beschäftigt, die Geschehnisse seit der Olympischen Spiele in Athen darzustellen.”

Erleichtert wurde dem Neunten der Spiele in Athen in der Klasse bis 105 kg der “Übertritt” nach Deutschland auch durch die Liasion mit Susann Finke. Steiner hat die Chemnitzerin vor zwei Jahren via Internet kennen gelernt und auch die Hochzeit ist bereits ausgemacht. “Fix ist, dass wir heiraten, was noch fehlt, ist ein Termin”, so Steiner.

Der Schritt nach Deutschland könnte noch weitere Vorteile für Steiner bringen. In Österreich war eine Aufnahme beim Bundesheer wegen der Zuckerkrankheit nicht möglich. Aus Deutschland wurde bereits signalisiert, dass dies kein Handikap für eine Aufnahme in der Sportgruppe des Bundesheers sein wird.

Am Herzen liegt Steiner zu Ende noch der spezielle Dank bei der Sporthilfe und an das Olympiamodell Vorarlberg. “Sie haben mir den Weg an die Weltspitze geebnet, doch nun seh ich unüberbrückbare Hürden in Österreich. Um weiterzukommen gab es nur den Ausweg, meiner Heimat den Rücken zu kehren.”

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • Letzter Akt in der Causa Steiner
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.