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Leopold Maderthaner gestorben

Der ehemalige Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Leopold Maderthaner, ist in der Nacht auf Sonntag, nach schwerer Krankheit im 71. Lebensjahr gestorben.

Das bestätigte die WKÖ auf APA-Anfrage. Maderthaner war von 1990 bis 2000 Präsident der WKÖ.

Bereits seit 1984 war er in den verschiedensten Funktionen innerhalb des Österreichischen Wirtschaftsbundes tätig, bis er schließlich 1989 zu dessen Präsidenten gewählt wurde. Maderthaner war Bundesrat (1979 – 1989) und Nationalrat (1989 – 2001). 1959 gründete der gelernte Elektrotechniker die Firma „Neon Maderthaner“, die er bis 2006 leitete.

„Wir haben nicht nur einen großen Niederösterreicher, sondern vor allem auch einen engagierten Sozialpartner und international anerkannten Wirtschaftsvertreter verloren“, sagte Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll in einer ersten Reaktion.

Tief betroffen zeigte sich Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl über das Ableben von Leopold Maderthaner. “Österreich hat seinen heutigen Wohlstand zu einem guten Teil auch dem Wirken Leopold Maderthaners zu verdanken. Maderthaner war gemeinsam mit seinem Freund Alois Mock ein wesentlicher Wegbereiter Österreichs nach Europa, so Leitl.

„Leopold Maderthaner war eine der historischen Gestalten der österreichischen Sozialpartnerschaft. Immer um Konsens bemüht, hat er wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg in Österreich beitragen“, sagte Bundespräsident Gusenbauer. Maderthaner sei aber mehr als nur ein Standesvertreter gewesen, so der Bundeskanzler. In all seinem Handeln habe er stets auch das Gemeinwohl mit im Sinne gehabt, so der Kanzler.

Bundespräsident Fischer betonte in seiner Stellungnahme gegenüber der APA, dass sich Maderthaner als „sachlicher und konsensfähiger Parlamentarier um Österreich und die österreichische Wirtschaft in höchstem Maße verdient gemacht hat“.

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