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Lehrlingszahlen gehen zurück

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Schwarzach - Vor allem auch aufgrund der demografischen Entwicklung werden die Lehrlingszahlen in Vorarlberg künftig sinken. Stellungnahme des ÖAAB | AK | Lehrlingsvertretung | Auer

Damit werden der Vorarlberger Wirtschaft in weiterer Folge auch die dringend benötigten Facharbeiter fehlen.

Diese sind aber unerlässlich, weil nur so Vorarlberg langfristig als Produktionsstandort gehalten werden kann. Die Entwicklung der Lehrlingszahlen hängt laut Christoph Jenny, Leiter der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Wesentlichen von zwei Faktoren ab, nämlich von der Anzahl der Pflichtschulabgänger insgesamt und davon, wie viele sich für eine weiterführende Schule bzw. für den Eintritt in eine Lehre entscheiden. Was die Entscheidung der Pflichtschulabgänger für eine weiterführende Schule oder eine Lehre anlangt, so bewegt sich der Anteil der Jugendlichen, die in Vorarlberg in eine Lehre eintreten, in den letzten zehn Jahren ständig um die 50-Prozent-Marke. Damit liegt Vorarlberg im Österreich-Vergleich seit Jahren im absoluten Spitzenfeld.

Was die künftige Entwicklung der Lehrlingszahlen betrifft, lassen sich laut Jenny zwei Szenarien aufzeigen: Szenario 1: Der Anteil der Pflichtschulabgänger, die sich für eine Lehre entscheiden, kann bei 50 Prozent oder sogar darüber gehalten werden. In diesem Fall würde sich die Anzahl der Jugendlichen, die sich für eine Lehre entscheiden, bis 2015 um rund 480, bis 2022 sogar um etwa 600 verringern.

Um die Lehrlingszahlen im Vergleich zum Jahre 2007 konstant zu halten, müsste der Anteil der Pflichtschulabgänger, die sich für eine Lehre entscheiden, bis 2015 von zuletzt 51,4 Prozent auf 64 Prozent gesteigert werden. Das ist allerdings schon im Hinblick auf die ausgebauten Schulkapazitäten nicht zu erwarten. Szenario 2: Würde sich der Anteil der Pflichtschulabgänger, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden, auch in den kommenden Jahren auf dem Wert des Jahres 2007 weiter entwickeln, dann wäre ein noch stärkerer Rückgang der Lehrlingszahlen vorgezeichnet. In diesem Fall würde die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr – im Vergleich zu den Werten im Jahr 2007 – bis 2015 um rund 1000 und bis 2022 um etwa 1200 absinken (Grafik).

Als wirksame Gegenmaßnahme sehen die Wirtschaftsvertreter die Lockerung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge.

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