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Landtag: Thema "Jugendbeschäftigung"

Der Vorarlberger Landtag hat am Mittwoch in seiner "aktuellen Stunde" im Rahmen der Landttagssitzung das Thema "Jugendbeschäftigung" diskutiert.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) unterstrich dabei das Ziel, jedem Jugendlichen, der länger als drei Monate Arbeit sucht, einen Arbeitsplatz zu vermitteln oder eine Chance zur Qualifizierung zu geben. SPÖ, Freiheitliche und Grüne sprachen sich für eine Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe bei der Ausbildung von Lehrlingen aus.

In Vorarlberg waren per Jahresende 2005 1.388 Jugendliche ohne Einstellzusage beim AMS vorgemerkt. Laut Sausgruber finden über 60 Prozent davon innerhalb von drei Monaten eine Stelle. 397 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren suchten bereits länger als drei Monate, 41 davon länger als ein halbes Jahr. Viele der Betroffenen stammten aus Migrantenfamilien. „Qualifikation bedeutet in vielen Fällen, deutsch zu lernen“, sagte Sausgruber. Er betonte, dass „jeder eine Chance bekommen soll“. Die Jugendlichen lud der Landeshauptmann ein, die sich ihnen am Arbeitsmarkt bietenden Chancen wahrzunehmen, „sonst tun es andere“.

Abgeordnete der SPÖ, der Grünen und der Freiheitlichen verwiesen darauf, dass 85 Prozent der Lehrlinge von Klein- und Mittelbetrieben ausgebildet würden. Michael Ritsch (S) forderte in diesem Zusammenhang ein Ausgleichsmodell. Größere Betriebe, die ausbilden könnten, dies aber nicht tun, sollten Ausgleichszahlungen an kleinere Betriebe bzw. überbetriebliche Ausbildungszentren leisten müssen. Freiheitlichen-Klubobmann Fritz Amann betonte, dass die KMUs Bereitschaft zum Ausbilden zeigten. Die Politik müsse aber auf diese Betriebe zugehen und sie dazu motivieren, sich in der Berufsausbildung zu engagieren. Eine generelle Strafsteuer für nicht ausbildende Betriebe lehnte Amann ab – diese träfe laut Amann eine große Zahl von Kleinbetrieben, „die erst gar nicht die Möglichkeit zur Ausbildung haben“.

Bernd Bösch (Grüne) kritisierte die „hohen Kosten des Faktors Arbeit“. Eine soziale und ökologische Steuerreform sei notwendig, davon würden auch die KMUs profitieren.

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