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Landgespräche gehen in die zweite Runde

Nach dem Thema Wohnraum steht heuer die Bildung im Mittelpunkt der zweiten Landgespräche.
Nach dem Thema Wohnraum steht heuer die Bildung im Mittelpunkt der zweiten Landgespräche. ©Markus Faißt
„Bildung im und für den ländlichen Raum“ ist das Thema der diesjährigen „Land|Gespräche|Hittisau“.
Land_Gespräche_Hittisau

Hittisau. Am 28. September 2019 dreht sich in Hittisau einen Nachmittag lang alles um das Thema Bildung. Bildung ist, so heißt es, eine Investition in die persönliche Zukunft. Doch welche Bildung spezifisch wollen und brauchen junge Menschen im ländlichen Raum? Soll der Schwerpunkt auf die Allgemeinbildung oder auf den Erwerb besonderer Fertigkeiten gelegt werden? – Und der ländliche Raum selbst: Menschen mit welcher Art von Bildung braucht er, um weiterhin vital und attraktiv zu sein für seine Bewohner und auswärtigen Besucher? Solche und andere Themen werden im Rahmen der „Land|Gespräche|Hittisau“ unter dem Motto „Bildung im und für den ländlichen Raum“ ausgelotet.

Die Initiatoren Johann Steurer, Markus Faißt und Hermann Hagspiel sowie die Verantwortlichen der Gemeinde erwarten sich sehr viel. Wertvolle Anregungen gab es bereits im Vorfeld im Rahmen eines Orientierungsgesprächs mit Bildungsfachleuten in Vorarlberg. Mehr noch an Ideen, konkreten Erfahrungen und Wegweisungen sollen die Vortragenden Theo Wehner (ETH Zürich), Josef Watschinger (3. Lernort, Welsberg/Südtirol) und Gabriele Böheim-Galehr (Pädagogische Hochschule Feldkirch – angefragt) auf der Tagung selbst einbringen.

Dabei geht es nicht nur um Bildung im schulischen Bereich sondern darüber hinaus auch in Vereinen oder Lehrbetrieben. Was kann Freiwilligenarbeit, die gerade im ländlichen Raum stark ist, in Richtung Erziehung und Bildung bewirken? Auch Elternbildung wird ein Thema des Nachmittags sein. Ein Podiumsgespräch wird in der Praxis erfahrene Bildungsvertreter des Landes in den Gedankenaustausch einbeziehen, um möglichst in der Region umsetzbare Ergebnisse oder Ansätze, die weiter bearbeitet werden können, zu erzielen: „Vom Reden zum Tun“. Das geplante Schulprojekt in Hittisau wird bei dieser Gelegenheit noch einmal baulich wie inhaltlich präsentiert. Moderiert wird die Tagung von Carmen Willi, Grundschul- und Religionslehrerin, Gemeinderätin in Egg und dort Obfrau des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie.

Die Reihe 

Die „Land|Gespräche|Hittisau“ verstehen sich als Veranstaltungsreihe. Jährlich findet eine Tagung im interaktiven Format zu aktuell wichtigen Fragen des dörflichen Zusammenlebens statt. Den Auftakt machte im vergangenen Jahr das Thema „Wohnformen der Zukunft im ländlichen Raum“. Die Ergebnisse hallen noch nach – bei einer Folgeveranstaltung im kleineren Kreis Ende Jänner wurde vereinbart, dass ein „Stammtisch“ aller Interessierten eingerichtet werden soll, der im Besonderen an den Themen Leerstand und gemeinnütziger Bauträger im Bregenzerwald dranbleibt.

In den kommenden Jahren sollen Fragen der Mobilität, Nahversorgung und Arbeiten auf dem Land Gegenstand der Veranstaltung sein. „Die Gesprächsreihe entstand aus dem unmittelbaren Bedarf an Wissen und Expertise im Ort heraus. Dessen ungeachtet sind alle Interessenten, die das jeweils in den Mittelpunkt gestellte Thema bewegt, vor allem die jungen Menschen der engeren und weiteren Umgebung herzlich eingeladen, daran teilzunehmen“, so Hermann Hagspiel.

Die Tagung 2019

Die Tagung findet am Samstag, 28. September 2019 von 13 bis 18 Uhr im Ritter-von-Bergmannsaal in Hittisau statt und ist für Teilnehmer kostenlos. Sie soll niederschwellig, einfach und kosteneffizient über die Bühne gehen – ohne Belastung der Gemeindekasse. „Die finanzielle und vor allem auch inhaltliche Unabhängigkeit ist den Organisatoren wichtig und nur möglich dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Beteiligter sowie der Sponsoren aus der Wirtschaft, die uns die Finanzmittel für die Abdeckung der unweigerlich anfallenden Kosten in großzügiger Weise zur Verfügung stellen“, sagt Hermann Hagspiel.

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