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Kaspanaze Simma im "VN"-Interview

"20 Jahre Grüne im Parlament" - Der Grünen-Pionier Simma beklagt sich über den Weg seiner ehemaligen Gefährten. "Meine Partei ist es sicher nicht mehr", sagt Simma.

VN: Herr Simma, wie haben sich die Grünen in den 20 Jahren verändert, die sie nun im Parlament vertretern sind?

Simma: Vor 20 Jahren hatten die Grünen ideenmäßig ein größeres Spektrum. Und natürlich weniger Professionalismus. Das ist positiv, aber auch weniger positiv.

VN: Wie meinen Sie das?

Simma: Positiv ist, dass man gelernt hat, sich im Parlament und in anderen politischen Bereichen zu bewegen und mitzumischen. Auf der anderen Seite ist man wahnsinnig auf die Tagespolitik orientiert, sodass die grundsätzlichen Fragen, die geistige Auffrischung, zu kurz kommen.

VN: Inhaltlich haben sich die Grünen doch geöffnet: Sie sind nicht mehr auf Umweltfragen beschränkt, sondern beschäftigen sich auch mit Gesellschaftspolitik und Menschenrechten.

Simma: Insofern kann man von einer Öffnung sprechen. Ich finde es aber schade, dass es den zentralen Ansatz, alles von der Umweltsicht anzugehen, nicht mehr so stark gibt. Die natürlichen Ressourcen sollten im Mittelpunkt sein.

VN: Sind die Grünen noch die Partei, mit der Sie sich identifizieren können?

Simma: Meine Partei ist es sicher nicht mehr. Auch wenn sie mir in gewissen Bereichen näher steht, ist das eine Partei wie jede andere.

VN: Was wünschen Sie ihr dennoch für die nächsten 20 Jahre im Parlament?

Simma: Dass sie sich z.B. mehr mit Fragen wie „anders, naturgerechter Wirtschaften“ beschäftigt.

Kaspanaze Simma (51) schaffte es 1984 als erster Grünen-Vertreter in einen Landtag (Vorarlberg) zu kommen. Seit seinem Ausscheiden aus der Politik vor sieben Jahren kümmert er sich gemeinsam mit seiner Familie wieder ausschließlich um seinen Bauernhof in Andelsbuch.

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