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Jede Menge Sternschnuppen für Wünschewünscher

Schwarzach - Sollten die Wolken den Nachthimmel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder freigeben, dann lohnt der Blick nach oben: Es gibt zahlreiche Sternschnuppen zu zählen. Experten erwarten einen ganzen Sternschnuppenstrom.

Sternschnuppen entstehen, wenn Staubteilchen oder andere kleine Himmelskörper mit großer Geschwindigkeit in die höheren Schichten der Erdatmosphäre eindringen. Typische Werte für diese Geschwindigkeiten liegen im Bereich von 30 bis 70 Kilometer pro Sekunde. Beim Zusammenprall der Staubteilchen mit den Luftmolekülen, kommt es zu einer extrem starken Erhitzung der Luft. Diese beginnt zu leuchten und wir können eine Sternschnuppe sehen. Die Staubteilchen selbst verglühen in den meisten Fällen. Teilchen, welche bis auf die Oberfläche der Erde gelangen, nennt man Meteorite.

Jeden Tag kommt es zu mehreren Millionen solcher Leuchterscheinungen. Man schätzt, dass auf diese Weise pro Tag bis zu 100 Tonnen an Meteormaterial auf die Erdoberfläche fallen. Viele dieser Meteorteilchen stammen von der Oberfläche von Kometen oder Asteroiden. Kometen besitzen feste Kerne, welche aus einem Gemisch von gefrorenen Gasen, Wassereis und Staubteilchen bestehen. Etwas salopp ausgedrückt verwendet man gelegentlich als Vergleich einen schmutzigen Schneeball.

Wenn sich Kometen auf ihrer Bahn der Sonne nähern, verdampfen die gefrorenen Gase und das Eis und reißen Staubteilchen aus der Oberfläche der Kometen mit sich. Die Teilchen verteilen sich entlang der Kometenbahn. Mit jedem Umlauf des Kometen um die Sonne erhöht ihre Zahl. Gelegentlich kreuzt nun die Erde solche Kometenbahnen und es kommt zu richtigen Meteorschauern, wenn diese kleinen Teilchen in die höheren Schichten der Atmosphäre eindringen. Bekannt sind ca. 50 solcher Sternschnuppenströme.

Benannt sind diese Sternschnuppenströme nach dem Sternbild, aus dem sie zu kommen scheinen. Dabei unterliegt man als Beobachter allerdings einer optischen Täuschung: Wenn man bei Schneegestöber mit dem Auto fährt, hat man den Eindruck, als ob alle Schneeflocken aus einem bestimmten Punkt auf einen zu kommen würden. Ebenso scheinen alle Meteore aus einem bestimmten Punkt am Himmel zu kommen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist wieder ein solcher Meteorstrom zu betrachten. Sie scheinen aus der Nähe des Sternes Kastor in den Zwillingen zu kommen. Der Sternschnuppenstrom erreicht sein Maximum knapp vor Mitternacht und in den Stunden danach. Bei gutem Wetter sind bis zu 100 Leuchterscheinungen pro Stunde zu bewundern.

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