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Israel: Selbstmordanschlag auf Bushaltestelle

Bei dem ersten Selbstmordanschlag eines palästinensischen Extremisten nach der Räumung der israelischen Siedlungen im Gaza-Streifen sind in Beersheva in Südisrael mehr als 40 Israelis verletzt worden.

Unter den Opfern waren nach Angaben der Rettungsdienste zwei Schwerverletzte. Der Attentäter hatte am Morgen auf dem zentralen Busbahnhof der Negev-Wüstenstadt das Misstrauen eines Busfahrers geweckt, weil er einen übergroßen Rucksack bei sich trug. Zwei herbeigerufene Wachleute stellten den Mann nach einer kurzen Verfolgungsjagd. Er zündete daraufhin seinen Sprengsatz, bei der Explosion wurden die Wachleute durch Metallsplitter schwer verletzt. Die Polizei nahm kurz nach dem Anschlag einen Araber fest, der verdächtigt wird, den Selbstmordattentäter zum Ort des Anschlags gefahren zu haben. Israelische Medien berichteten, die Polizei gehe davon aus, dass der Attentäter aus dem südlichen Westjordanland stammt.

Die radikale palästinensische Gruppe „Islamischer Heiliger Krieg“ hatte zuvor damit gedroht, die Tötung von fünf Palästinensern durch israelische Soldaten bei einem Zusammenstoß im Westjordanland vor drei Tagen zu rächen. Es ist der erste palästinensische Angriff auf Israel seit dem Abzug der jüdischen Siedler aus dem Gazastreifen.

Israel hat die palästinensische Führung mitverantwortlich für das Selbstmordattentat gemacht. Der Anschlag sei das „Ergebnis der Passivität der palästinensischen Behörde“, sagte der israelische Regierungssprecher Avi Pazner in Jerusalem. Nach dem Rückzug Israels aus dem Gaza-Streifen müssten die Palästinenser „strikte Maßnahmen“ gegen die radikalen Gruppen ergreifen, wenn sie eine Fortsetzung des Friedensprozesses wollten. Ministerpräsident Sharon ließ mitteilen, ohne geeignete Schritte zur Eindämmung der Gewalt durch Palästinenser werde es keinen weiteren Fortschritt zwischen den Konfliktparteien geben.

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