Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Islamischer Friedhof: Sechs Kandidaten

Ein islamischer Friedhof in Vorarlberg könnte schon bald Wirklichkeit werden. Eine erste Diskussionsrunde zwischen Vertretern islamischer Gruppierungen und der Gemeinden wird es am Dienstag geben.

„Die größten Gemeinden, wo das Thema relevant ist, sind anwesend“, sagt Dincer. Das sind die Vertreter der Städte und Gemeinden aus Bregenz, Hard, Dornbirn, Lustenau, Hohenems, Feldkirch und Bludenz. Da liegt der Schluss nahe, dass es sich auch um sechs heiße Standort-Kandidaten handelt. Bregenz hat im Vorfeld bereits signalisert, keinen Platz zu haben.

80 bis 90 Prozent der Moslems leben im Rheintal. 80 bis 100 Moslems sterben jährlich im Ländle. Das hat die Studie von „okay.zusammen leben“ ergeben, die im Rahmen des Treffens vorgestellt wird.

„Für uns geht es darum, jetzt eine Lösung zu finden, wo wir unsere Verstorbenen beerdigen können“, erklärt Attila Dincer. Im Moment werden 99 Prozent aller Toten in die Türkei überführt. Nur wenige Moslems sind hier begraben, die Angehörigen mussten teilweise Kompromisse eingehen. „Für einen unserer Toten wurden zwei Plätze angemietet, damit er mit dem Gesicht Richtung Mekka liegt“, weiß Dincer. „Nicht jeder Gläubige kann solche Kompromisse eingehen.“

Die Angehörigen von Ahmet Alcan mussten keine Kompromisse eingehen. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem städtischen Friedhof St. Karl in Hohenems, ein Platz, wo noch 27 weitere Moslems beerdigt werden können.

Das Grab Alcans erfüllt alle vier Bedingungen, die sich die Gläubigen wünschen: Der Tote soll mit dem Gesicht Richtung Mekka liegen und der Boden nicht geweiht sein. Wichtig ist den Moslems auch, dass es keine Vermischung mit anderen Religionen gibt. „Ein letztes Problem ist die lange Verweildauer“, sagt Dincer. Auch die ist bei Alcan gewährleistet. 20 Jahre lang wird sein Grab unangetastet bleiben, bei Bedarf können die Angehörigen verlängern.

Einen islamischen Friedhof mit Idealbedingungen wollte auch Ex-Bischof Klaus Küng. „Eine Zusage geben will natürlich keiner, Verhandlungsbereitschaft signalisierten Hohenems und Bludenz“, sagt Dincer.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Islamischer Friedhof: Sechs Kandidaten
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.