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Hochwasserschutz hat Priorität

Der Hochwasserschutz ist das zentrale Thema der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Alpenrhein. Im Rahmen der IKRA-Tagung wurden 550.000 Euro genehmigt.

Der Hochwasserschutz ist das zentrale Thema der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Alpenrhein. Das berichtet Landeshauptmann Herbert Sausgruber in seiner Funktion als Vorsitzender der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA). Im Rahmen der 12. Tagung der IRKA-Regierungsvertreter am 6. Juni 2003 in Rorschacherberg (Kanton St. Gallen) wurde das Arbeitsprogramm für das kommende Jahr genehmigt. Insgesamt werden dabei weitere 550.000 Euro für Projekte investiert.

Unter der Leitung von Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber nahmen Regierungspräsident Stefan Engler (Graubünden), Regierungsrat Willi Haag (St. Gallen) und Regierungsrat Alois Ospelt (Fürstentum Liechtenstein) den Bericht der Koordinationsgruppe über den Stand der Arbeiten entgegen und fassten darauf aufbauend weitere zukunftsweisende Beschlüsse zur Fortsetzung des Programms. Laut Sausgruber stehen dabei vor allem gemeinsame Bemühungen zur Verringerung des Hochwasserrisikos im Mittelpunkt: “Die laufende Überprüfung und Verbesserung des Hochwasserschutzes hat für uns höchste Priorität”.

Mehrere konkrete Projekte

Im Projekt “Hydrologie des Rheineinzugsgebietes und Abschätzung der Hochwasserereignisse” wurden Größe und Wahrscheinlichkeit extremer Abflüsse entlang des Alpenrheins abgeschätzt und eine umfassende Beurteilung des Hochwassergeschehens im Einzugsgebiet des Alpenrheins vorgenommen. Insbesondere die Absenkung der Rheinsohle, die Unsicherheiten bezüglich der Dammfestigkeit und das erhöhte Schadensrisiko in den ufernahen Gebieten zwingen zur Überprüfung der Anforderungen an das bestehende Hochwasserschutzwerk, erläutert Sausgruber die Bedeutung dieser Maßnahmen.

In einem weiteren Projekt zum Thema “Schadensrisiken und Schutzmaßnahmen im Alpenrheintal” geht es um das Schadenspotenzial entlang des Alpenrheins und die Erstellung eines Maßnahmenplanes für das weitere Vorgehen zur Erhöhung des Schutzes vor Gefährdungen. Die Ergebnisse dieser zwei Projekte wurden von der Regierungskommission zur Kenntnis genommen und fließen nun in das langfristig ausgelegte Zukunftsprojekt “Entwicklungskonzept Alpenrhein”, informiert der Landeshauptmann.

Für das Jahr 2004 wurden bei der Tagung die Projektbudgets verabschiedet, die von den Partnerländern bzw. -kantonen getragen werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Parlamente in den beteiligten Ländern und Kantonen sollen insgesamt 550.000 Euro investiert werden. Dank der Zuschüsse aus dem EU-Programm Interreg IIIA liegen die finanziellen Belastungen für Vorarlberg und die Schweizer Kantone erheblich unter dieser Gesamtsumme.

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