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„Herz“ der Heizung ist Stromfresser

Veraltete Umwälzpumpen sind Energieschleudern –VKW fördert Umtausch

Es ist den meisten Hausbesitzern wahrscheinlich nicht einmal bewusst, dass im Heizungskeller ein kleines, unscheinbares Gerät bis zu zehn Prozent des gesamten Jahresverbrauches an Strom frisst. Es handelt sich dabei um die Umwälzpumpe.

Diese ist ein wichtiges Teil für jede Heizung, denn sie sorgt dafür, dass das heiße Wasser in die Heizkörper oder die Fußbodenheizung befördert wird. In der Vergangenheit wurden aber meist stark überdimensionierte Pumpen eingebaut, was sich für die Verbraucher in höheren Kosten niederschlägt. Zudem laufen viele Umwälzpumen auch im Sommer, wenn die Heizung gar nicht eingeschaltet ist. So trägt die Heizung unbemerkt zum Stromverbrauch bei – auch dann, wenn sie, so glaubt man, gar nicht eingeschaltet ist. Gleichzeitig liegt hier aber auch sehr viel verborgenes Energiespar- Potenzial, mit dem man nicht nur Geld sparen, sondern, durch den eingesparten Strom, auch aktiv zum Ziel der Energieautonomie 2020 beitragen kann. Vorarlbergs größtes Energieunternehmen, die Illwerke VKW, setzen aktuell bereits zum zweiten Mal an und unterstützen die Haushalte bei der Modernisierung der Umwasserwälzpumpe. Denn der Umtausch von veralteten Pumpen wird aktuell mit 50 Euro vom Energiedienstleister gefördert. Dazu kommen weitere 30 Euro, die man von den teilnehmenden Installationsbetrieben direkt abgezogen erhält. Bereits 2009/10 wurde eine derartige Aktion sehr erfolgreich durchgeführt – damals wurden über 5000 Pumpen ausgetauscht.

So funktioniert Umtausch
Wer die Voraussetzungen erfüllt, muss lediglich auf www.vkw.at den Förderantrag anfordern . Dieser wird dann gemeinsam mit dem durchführenden Installateur ausgefüllt und an die VKW geschickt. Die VKW schreibt dann über die nächsten drei Jahre insgesamt 50 Euro auf der Stromrechnung gut. Der Installateur zieht seine Förderung direkt von der Rechnung ab. Der Umbau ist problemlos: der Installateur baut die Pumpe aus und eine neue hocheffiziente Pumpe der Energieklasse A ein – ohne Lärm- oder Staubbelastung. Der Umtausch kann auch während der Heizperiode erfolgen.

Umtausch rechnet sich
Der Austausch amortisiert sich schnell, denn eine neue Pumpe spart jährlich im Schnitt an die 50 Euro bei den Stromkosten. Damit rechnet sich der Tausch bereits nach wenigen Jahren. Moderne hocheffiziente Umwälzpumpen kosten aktuell wenige Hundert Euro und haben eine Lebenszeit von etwa 20 Jahren. Der Tausch ist also nicht nur eine Umweltmaßnahme, sondern macht auch wirtschaftlich Sinn. Zudem kommt es auch zu einer Komfortsteigerung, denn alte Pumpen sind oft zu stark, was zu einem unangenehmen Rauschen oder Pfeifen in Heizkörpern führen kann.

VORAUSSETZUNGEN

Voraussetzungen zum Tausch:
» Heizsystem älter als fünf Jahre.
» Einsatz von Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse A.
» Ausführung der Arbeiten durch ein an der Aktion teilnehmendes und konzessioniertes

Stromsparen auch bei alten Pumpen möglich
Auch ohne Pumpentausch kann Strom und Geld gespart werden.
TIPPS. Die Umwälzpumpe der Heizung trägt stark zum Stromverbrauch in einem Haus bei. Wer seine Umwälzpumpe aber nicht tauschen möchte, kann auch auf anderen Wegen Strom und Energie sparen. Die ungeregelten Umwälzpumpen (heute eine veraltete Technologie) verfügen über drei Betriebsstufen.

Die meisten früher eingebauten Pumpen waren überdimensioniert. Deshalb kann man oft auf die niedrigste Stufe umschalten und so den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Auch störende Strömungsgeräusche im Heizkörper können so vermieden werden. Kommt es bei der Heizung in einzelnen Räumen zu einer Über- oder Unterversorgung von Wärme, sollten Sie nicht die Vorlauftemperatur oder die Pumpenleistung erhöhen. Besser ist es, das Heizsystem hydraulisch abzugleichen. Dieser Abgleich sollte durch einen Installateur erfolgen: bei Mehrfamilienhäusern kann er helfen, Pumpen einzusparen.

Im Sommer ausschalten
Überprüfen Sie auch, ob ihre Umwälzpumpe auch dann läuft, wenn Sie die Heizung gar nicht nutzen (Sommer).

Im Zweifelsfall an einen Installateur wenden: eine durchlaufende Umwälzpumpe verbraucht Strom, ohne einen Nutzen zu bringen. Bei der VKW-Förderaktion ist eine Umwälzpumpe der Energieklasse A zwingend notwendig. Sollten Sie nach dem Förderzeitraum tauschen, sollten Sie sich auf jeden Fall auch für eine derartige Pumpe entscheiden, da diese zwar etwas mehr kostet, aber auch den Energieverbrauch minimiert. Ein letzter Spar-Tipp: Die Reduzierung der Raumtemperatur um nur ein Grad bewirkt eine Jahreseinsparung von sechs Prozent an Heizenergie.

Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von illwerke vkw.

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