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Erdgasverteuerung ab Neujahr fällt niedriger aus

Bregenz - Eine Erhöhung der Gaspreise für Haushaltskunden in Vorarlberg "um definitiv 16 Prozent" per 1. Jänner 2009 kündigte noch Anfang Dezember Illwerke/VKW-Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann an.

Am Montag jedoch meinte Germann auf ”VN”-Anfrage im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung der Vorarlberger Erdgas Gesellschaft (VEG) am Dienstag, dass es vermutlich doch „einen kleinen Spielraum gibt, die Erhöhung doch etwas moderater ausfallen zu lassen”.

Hintergrund der Anfrage beim Vorstand der VKW, die 72-Prozent-Eigentümerin der VEG ist, war die aktuelle Mitteilung des russischen Gasmonopolisten Gazprom, im Jänner Erdgas für Europa nach dem spektakulären Sinkflug der Ölpreise um ein Drittel günstiger anbieten zu wollen. Hintergrund für Germanns Einschätzung, dass sich ein unerwarteter Spielraum für die Preisgestaltung bei Erdgas auftun könnte, sind jedoch nicht diese Gazprom-Ankündigung, sondern „intensive Verhandlungen, die VEG-Geschäftsführer Ing. Erwin Kopf und ich zuletzt mit unserem Lieferanten E.ON Ruhrgas geführt haben” (Germann). Ziel dieser Verhandlungen sei gewesen, als VEG von E.ON Ruhrgas im Hinblick auf die signifikant nachgebenden Energie-, zumal Ölpreise schon früher als eigentlich vorgesehen günstigere Einkaufskonditionen zu erhalten und „diese dann auch schneller als bisher vorgesehen an unsere Gas-Kunden weiterzureichen”, erläuterte Germann die Vorarlberg-seitig initiierten Aktivitäten.

Kam Energieriese E.ON dem kleinen Kunden VEG also tatsächlich preislich entgegen? Dr. Germann: „Nach ihrem Können und Vermögen haben unsere deutschen Geschäftspartner tatsächlich ein Stück weit eingelenkt. Mit diesen Verhandlungen haben wir uns, verglichen zu unserer Positionierung Anfang Dezember, einen kleinen Spielraum verschafft, sodass heute VEG-Aufsichtsrat und -Geschäftsführung voraussichtlich unterhalb der avisierten 16 Prozent Preiserhöhung bleiben dürften.” Um wie viel es weniger werden könnte, ließ sich Germann gestern nicht entlocken.

 

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