Dämmerung zieht Einbrecher an

Sie kommen meistens zwischen 17 und 21 Uhr, schlagen blitzschnell zu und machen sich ebenso schnell wieder aus dem Staub: sogenannte Dämmerungseinbrecher wittern im Schutz der frühen Dunkelheit in den Herbst- und Wintermonaten gute Geschäfte.

Ihr Konzept ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Täter sehen an der Zimmerbeleuchtung, ob die Bewohner zu Hause oder noch unterwegs sind. Ist die Luft rein, steigen sie ein und durchsuchen die Zimmer nach Schmuck und Bargeld. Die Einbrecher schlagen laut Polizei vor allem in Einfamilien- und Reihenhäusern zu, Wohnungen sind weniger gefährdet. Laut Herbert Humpeler vom kriminalpolizeilichen Beratungsdienst ist ein Großteil der Eigenheime in Vorarlberg schlecht abgesichert. Er rät, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen: „Die Täter steigen bevorzugt über Fenster und Terrassentüren ein. Hier lohnt sich jede Investition. Bei Neu- und Umbauten empfehlen wir Produkte der Widerstandklasse 2. Ältere Fenster lassen sich mit Pilzzapfenbeschlägen oder Zusatzverriegelungen absichern. Ungesicherte Fenster können von Profis in weniger als zehn Sekunden aufgehebelt werden. “

Spezielle Kontrollen

Etwa 100 Dämmerungseinbrüche in Häuser und Wohnungen verzeichnete die Sicherheitsdirektion in der vergangenen Saison (Oktober bis April) und reagiert auf die­se Entwicklung mit speziellen Maßnahmen. „Zum einen werden verdächtige Personen bei sämtlichen Polizeikontrollen auch in Richtung Einbruch überprüft, zum anderen verstärken wir die Polizeipräsenz in den Wohngegenden“, sagt Uta Bachmann von der Sicherheitsdirektion gegenüber den „VN“. Aber auch auf die Mithilfe der Bevölkerung sei die Polizei angewiesen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dämmerung zieht Einbrecher an
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen