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Deutsche retten Saisonbilanz

Bregenz - Über 4,6 Prozent mehr Gästenächtigungen als im Vergleichszeitraum 2006 dürfen sich Österreichs Touristiker nach der ersten Sommersaisonhälfte 2007 (Mai bis Juli) freuen.

Beim Forum Alpbach führte dies die Chefin der Österreich Werbung, Petra Stolba, vor allem auf die Zunahme deutscher Gäste, aber auch von Urlaubern aus Benelux und der Schweiz zurück.

„Diesen Trend können wir nur bestätigen. Während unser klassischer deutscher Stammgast aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen anreist, verdanken wir heuer viele zusätzliche Nächtigungen Urlaubern aus Mittel- und Norddeutschland sowie aus dem Berliner Raum. Der Zuspruch an Holländern ist seit einigen Saisonen steigend, und zwar im Sommer und Winter, und aus der Schweiz beobachten wir seit nunmehr zehn Jahren kontinuierliche Zuwächse.“ Das berichtete gestern auf „VN“-Anfrage Mag. Christian Schützinger, Direktor von Vorarlberg Tourismus.

Vorarlberg, das mit 14,4 Prozent Nächtigungsplus das Bundesländer-Ranking dominiert, hat auch ohne den Sondereffekt der Gymnaestrada um über 4 Prozent zugelegt. Hauptnutznießer des vom mitteldeutschen Gast verstärkt frequentierten Ferien-Ländles war das Montafon mit 18,5 Prozent Zuwachs bei dieser Klientel, gefolgt von der Alpenregion Bludenz (+ 16,8) und dem Kleinwalsertal (+ 8,8). Aus Norddeutschland zog es an den Arlberg gar um 86 Prozent mehr Gäste, auch im Bregenzerwald (+ 31,8) vernahm man in Restaurants und Berghütten mehr plattdeutsche Konversation denn je. Den deutlichsten Schub an Schweizer Gästen spürte die Vorarlberger Bodenseeregion: 88 Prozent, von denen freilich das Gros der Gymnaestrada zuzuschreiben ist.

Winfried Nesensohn, Chef von Kleinwalsertal-Tourismus, führt den Zuwachs an deutschen Gästen vor allem auf die dortige Konjunkturerholung zurück, die gerade an der Frequenz der 4-Stern-Häuser ablesbar sei. Bei den Herkunftsmärkten Benelux und

Schweiz trage offenbar das intensivierte Marketing nun Früchte. „Und generell dürften Waldbrände, Hitzewellen und Überflutungen in südlichen Urlaubszielen die Renaissance der Sommerfrische begünstigen“, ist Nesensohn überzeugt.

Crossmedia-Partner

Montafon-Tourismus-Direktor Arno Fricke freut sich über deutlich mehr Gäste aus Holland, Mitteldeutschland und der Schweiz. „Bei der Schweiz matchen wir uns regelmäßig mit Wien – sie oder wir sind jeweils stärkster österreichischer Anziehungspunkt für die Eidgenossen“, verriet der Chef der Alpenszene Montafon. Um den Schweizer Gast werben die Montafon-Touristiker gemeinsam mit Hoteliers und Crossmedia-Kooperationspartnern. Der Gast aus Mitteldeutschland schließlich erreiche dank bester Autobahnanbindung Vorarlberg ideal. Die Klima-Diskussion ist auch für Fricke ein „den Alpenbogen insgesamt begünstigender Faktor“.

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