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Conrad-Sohm-Betreiber angezeigt

Dem Betreiber des Dornbirner "Prachtclubs" droht ein Prozess wegen fahrlässiger Tötung. Er soll Mitschuld am tödlichen Absturz eines 19-Jährigen tragen.

Er soll Mitschuld am tödlichen Absturz eines 19-Jährigen tragen.

“Wir müssen noch die Bescheide der Stadt Dornbirn genau überprüfen, dann erfolgt eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft gegen Hannes Rothmeyer wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung“, so Dornbirns Postenkommandant Bruno Metzler zur NEUE. Grund: Die Drahtseile, die den Parkplatz des Lokals „Conrad Sohm“ zur Dornbirner Ach hin absichern sollten, waren nicht genug gespannt. Über diese Drahtseile stürzte am 21. März ein 19-jähriger Koch kopfüber in den Tod.

Wie die Gendarmerie rekonstruierte, war der 19-Jährige offenbar auf die 30 Zentimeter hohe Begrenzungsmauer gestiegen und hatte die Notdurft verrichtet. Von dort stürzte er sieben Meter in die Tiefe.

Auflagen trotzdem erfüllt

Hannes Rothmeyer bestreitet im NEUE-Gespräch nicht, dass die Seile lose gehangen haben. „Deshalb haben wir gut sichtbare Bänder angebracht. Denn die Seile hängen wegen der Schneebelastung durch.” Rothmeyer glaubt, trotzdem die Auflagen der Stadt erfüllt zu haben. Bisher wurde der Lokalbetreiber zu dem tragischen Unfall noch nicht einvernommen.

Rothmeyer nahm den Unfall zum Anlass, sofort die Absicherungen des Parkplatzgeländes zu verbessern. „Wir nehmen den tragischen Tod des jungen Mannes sehr ernst.“ Und: „Es ist ein schrecklicher Unfall, aber ich kann nichts dafür.“

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