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Briten von Blairs Irak-Haltung "befremdet"

Die Irak-Politik des britischen Premierministers Tony Blair findet in der Bevölkerung nur wenig Unterstützung. Die Kritik wird immer lauter.

In einer am Freitag veröffentlichten Erhebung für das Massenblatt „Daily Mirror“ und den Fernsehsender GMTV bemängelten zwei Drittel der 1.004 Befragten, dass Blair ein weitaus offeneres Ohr für den amerikanischen Präsidenten George W. Bush habe als für die öffentliche Meinung im eigenen Lande.

Von den Befragten sprachen sich 43 Prozent prinzipiell gegen einen Irak-Krieg aus, 41 Prozent wollten eine Militäraktion am Golf nur bei einem entsprechenden Mandat des Weltsicherheitsrats billigen. Auf jeden Fall aber verlangten 84 Prozent, dass das Unterhaus und nicht allein der Premierminister über eine Entsendung britischer Truppen in den Krieg entscheiden müsse.

Die Umfrage wurde am 28. und 29. Jänner durchgeführt, also kurz nach den Berichten von UNO-Chefinspektor Hans Blix und dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Mohammed el Baradei, im Weltsicherheitsrat. Blair wurde am Freitag zu einem Treffen mit Bush auf dessen Landsitz Camp David erwartet.

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