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Bodensee-Schifffahrt: Gusenbauer schimpft

Mit Empörung hat SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer auf den unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Bodensee-Schifffahrt unter anderem an den Unternehmer Walter Klaus reagiert.

„Das ist ein Musterfall an Unvereinbarkeit“, ärgerte er sich Mittwoch Mittag in einer Pressekonferenz anlässlich von SPÖ-Vorstand und Präsidium. Gusenbauer bezog sich damit auf die jüngste Bestätigung von Klaus, dass Vizekanzler Hubert Gorbach (B) nach seiner politischen Karriere bei ihm anheuern wird. Für Gusenbauer ergibt sich daraus der Verdacht, dass öffentliches Eigentum einzig mit dem Zweck veräußert werde, einem Minister seinen künftigen Arbeitsplatz zu sichern. Der „Sittenverfall“ unter der ÖVP/BZÖ-Regierung sei unfassbar.

ÖBB zufrieden

Durchaus zufrieden über das Ergebnis des Verkaufs der Bodenseeschifffahrt samt Flotte an die Vorarlberger Illwerke und den Montafoner Touristikunternehmer Walter Klaus zeigte sich am Montag die Vorstandsdirektorin des ÖBB-Personenverkehrs, Wilhelmine Goldmann. Am Rande einer Pressekonferenz betonte Goldmann im APA-Gespräch, dass der Verkaufspreis von 6,92 Mio. Euro in Ordnung sei. Der Ablauf der Verkaufsverhandlungen sei korrekt abgewickelt worden, Infrastrukturminister Hubert Gorbach (B) habe auf die Entscheidungen keinerlei Einfluss genommen. Auch die Beteiligung von Klaus ist für Goldmann kein Problem: „Er war ja von Anfang an dabei.“ Die Privatisierung der Wolfgangseeschifffahrt sowie der Schafbergbahn sei derzeit im Laufen. Mitten im Verfahren wollte Goldmann jedoch keine näheren Details nennen: „Anfang 2006 möchte ich Klarheit haben.“ Im Moment werde der Verkauf der beiden Institutionen „im Paket“ verhandelt.
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