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"Blaufahrer" stand vor Gericht

Der 28-jährige Arbeiter aus Dornbirn besorgte sich ein Rundumlicht, montierte es auf seinem Privatwagen und fuhr ohne Anlass - dafür mit blauem Blinklicht - durch die Gegend.

Das verstößt gegen das Notzeichengesetz. Der Mann hatte aber eine ganze Liste von Straftaten zu vertreten: Freundin eingesperrt, geschlagen und verletzt.

Geschmack fürs Spektakuläre scheint der Dornbirner jedoch auch zu haben, was die Causa Blaulicht angeht: Als er in eine Polizeikontrolle geriet, musste er blasen. Auf originelle Art und Weise versuchte er auch aus dieser brenzligen Situation zu entkommen und unterschrieb mit falschem Namen. Dass er damit eine völlig unbeteiligte Person in Misskredit gebracht hatte, wurde ihm neben der Urkundenfälschung als Verleumdung angekreidet.

Verwunderung

„Die Vorwürfe stimmen alle“, hielt er sich am Freitag bei seinem Geständnis äußerst knapp. Dass er bei Gericht doch endlich erschienen ist, sorgte eigentlich für Verwunderung. Bislang konnte er sich dem Verfahren entziehen. Einmal hatte er die Post nicht erhalten, dann konnte ihn die Polizei wieder nicht auffinden. Nun gab es doch noch einen Schuldspruch, vier Monate auf Bewährung plus 480 Euro Geldstrafe, die der Mann neben Verwaltungsstrafen noch bezahlen muss. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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