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BirdLife sieht Artenvielfalt im Vorarlberger Rheindelta gefährdet

Das rund 2.000 Hektar große Naturschutzgebiet Rheindelta ist Habitat für über 300 Vogel- und rund 600 Pflanzenarten.
Das rund 2.000 Hektar große Naturschutzgebiet Rheindelta ist Habitat für über 300 Vogel- und rund 600 Pflanzenarten. ©BirdLife
Die Entwässerung der Böden im Vorarlberger Rheindelta am östlichen Bodenseeufer gefährdet den Lebensraum zahlreicher, teils bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Davor warnte am Dienstag die Vogelschutz-Organisation BirdLife in einer Aussendung. Die Situation könnte nach Ansicht der Vogelschützer aber mit einfach umzusetzenden Maßnahmen verbessert werden.

Das rund 2.000 Hektar große Naturschutzgebiet Rheindelta ist Habitat für über 300 Vogel- und rund 600 Pflanzenarten. Als solches ist es auch Natura 2000-Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der Vogelschutzrichtlinie der EU. Durch die seit Jahren praktizierte Entwässerung des Gebietes für Landwirtschaft und Freizeitnutzung werde dieser Lebensraum für teilweise bereits bedrohte Arten stark bedroht, warnt BirdLife – Streuwiesen im Schutzgebiet würden austrocknen und versauern. Ornithologen der Organisation beobachteten bereits seit Jahren einen deutlichen Rückgang der Artenvielfalt, besonders betroffen seien Wiesenvögel, die zum Leben bestimmte Vegetationstypen benötigen.

©Bird Life

Wiesen feucht halten

Um die Situation zu verbessern, schlägt BirdLife zwei Maßnahmen vor: einerseits das Wasser im Verbindungsgraben zwischen zwei Pumpwerken zu stauen und so die angrenzenden Wiesen feucht zu halten, andererseits Bodenseewasser aus der Fußacher Bucht durch eine bereits bestehende Rohrleitung in das Rheindelta einzuleiten. Diese zwei Schritte seien auch in einer Erhebung des Landes zum Thema vorgeschlagen worden, erklärte Johanna Kronberger von BirdLife Vorarlberg gegenüber der APA.

“Es ist eine anspruchsvolle Herausforderung, alle Nutzungsinteressen zu berücksichtigen und gleichzeitig die naturnahen Lebensräume mit ihrer sensiblen Pflanzen- und Tierwelt langfristig zu erhalten. Bisher sind wichtige ökologische Aspekte in der Interessenabwägung auf der Strecke geblieben. Dies muss sich dringend ändern, wenn der einzigartige Lebensraum in diesem Feuchtgebiet erhalten werden soll”, betonte Kronberger in Richtung der Rheindelta-Gemeinden und des Wasserverbands Rheindelta.

(APA)

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