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"Austrinken oder sofort gehen"

Bregenz - Dass Glasflaschen seit vergangenem Sommer in weiten Bereichen des Bregenzer Seeufers nicht nur verpönt, sondern gleich gänzlich verboten sind, ist offenbar angekommen. 

Nur noch selten sehen sich die Männer des Sicherheitsdienstes gezwungen, in dieser Sache Klartext zu reden. Dafür müssen die Freiluftpartytiger zur Entsorgung ihrer Dosen- und Plastikflaschenberge aufgefordert werden. Zuweilen mit gehörigem Nachdruck.

Präsenz wirkt

Ein Samstagabend wie aus dem Bilderbuch des Sommers. Glutrot versinkt die Sonne im See. An der Pipeline herrscht Hochbetrieb. Dabei weist der Kalender erst Ende April aus. Doch die Temperaturen locken zum Partyspaß unter freiem Himmel. Die ersten Grillfeuer brennen. Es wird gelacht, geschäkert und getrunken. Vor allem Bier fließt in rauen Mengen aus Dosen und Plastikflaschen. Was leer ist, bliebe in vielen Fällen liegen, wenn nicht Ronny von Lingg-Security da ein Machtwort sprechen würde.

„Besser geworden“

Am Freitag und Samstag ist er mit seinem Partner ab 20 Uhr an der Pipeline unterwegs. Der Dienst dauert bis keine größeren Gruppen mehr das steinige Ufer bevölkern. Da kann es gut ein bis zwei Uhr in der Nacht werden. Aber die Präsenz zeigt Wirkung. „Es ist um einiges besser geworden“, lobt Ronny zumindest die Einhaltung des Glasgebindeverbotes. Sagt es und schon spaziert ein Herr mit einer Glasflasche in der Hand lässig in seine Richtung. Der Security hält ihn sofort an. „Austrinken und die Flasche in den Abfalleimer oder sofort gehen“, lautet die unmissverständliche Botschaft. Der Mann reagiert verdutzt. Er sei zum ersten Mal da und wisse nichts von einer solchen Regelung, versucht er sich zu rechtfertigen. Es hilft ihm wenig. Schließlich trottet er missmutig in Richtung Hafen davon. „Bei Touristen kommt das öfter vor“, bestätigt der Sicherheitsmann.

Er und sein Partner laufen langsam weiter. Man kennt sich inzwischen. Ein Hallo da, ein Schulterklopfen dort. Aber keine Vertraulichkeiten. Dienst ist Dienst. Ronny steuert auf eine Gruppe Jugendlicher zu. Ein Haufen leerer Bierdosen im Visier. „Räumt die bitte zusammen und bringt alles zum Müllkübel“, fordert er sie höflich, aber bestimmt auf. Einige motzen, andere beginnen brav mit dem Einsammeln. Der Mann vom Sicherheitsdienst bleibt an Ort und Stelle, bis die letzte Dose eingesackt ist. Zu später Stunde und bei entsprechendem Alkoholpegel geht es nicht immer so einfach ab.

An diesem Samstagabend ist zudem nicht allzu viel los. Im Gegensatz zu manchen heißen Sommerabenden, an denen sich bis zu 600 Leute an der Pipeline drängen.

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