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Aufruf zur Schneckensafari

Dornbirn. Wussten Sie, dass Sie dank einer kleinen Schnecke in Gärten, Parks oder in Hecken die Evolution entdecken können? Junge und jung gebliebene Hobbyforscher sind aufgerufen, an der Dokumentation von Evolution und Natur beim Evolution-MagaLab-Fundatenportal mitzumachen.

Im heurigen Darwinjahr gibt es eine europaweite Aktion zur Erfassung der unterschiedlichen Varianten von zwei häufigen Bänderschnecken-Arten (Schnirkelschnecken). Dabei soll der Mechanismus der natürlichen Auslese (Selektion) sichtbar gemacht, um somit eine der wesentlichen Kräfte der Evolution zu veranschaulichen. Machen Sie daher mit bei der europäischen Schneckensafari! Auch in Ihrem Garten oder im nahe gelegenen Wald oder Feld gibt es Bänderschnecken. Melden Sie Ihre Beobachtungen online und werden Sie Teil des internationalen Schneckenforschernetzwerks!

Die Gartenschnirkelschnecke (Cepaea hortensis) und die Hainschnirkelschnecke (Cepaea nemoralis) sind häufige, große, hübsche und vielfältig gemusterte Gehäuseschnecken. Untersuchungen haben ergeben, dass die Tarnung vor Fressfeinden Auswirkungen auf die Häufigkeit von Schalenfarben und Mustern hat. Die schlechter getarnten werden eher z.B. von Singdrosseln entdeckt und gefressen und sind daher seltener. In Graslandschaften sind dadurch offenbar die hellen und gebänderten Formen begünstigt, während im Wald die dunklen besser geschützt sind. Wo die Fressfeinde selten geworden sind, ist zu erwarten, dass auch der Selektionsdruck schwächer wird. Die Farbe der Schalen kann aber auch in Wechselwirkung mir der Umgebungstemperatur stehen. In kalten Klimaten kann man mit dunkler Schale die Sonnenstrahlung besser aufnehmen, in warmen diese mit hellen Schalen besser reflektieren. Es ist zu erwarten, dass lokale und globale Klimaveränderungen sich aus der Verteilung der Farbvarianten ablesen lassen.

Ob diese Zusammenhänge großräumig über das gesamte Verbreitungsgebiet feststellbar sind, soll mit dem Internet-Funddatenportal “EvolutionMegaLab” getestet werden. Dabei können europaweit freiwillige Mitarbeiter ihre Beobachtungsdaten beitragen. Es geht darum, möglichst umfassend die Verteilung der verschiedenen Formen in den unterschiedlichen Habitaten zu erfassen. Was Evolution MegaLab ebenfalls bietet, ist eine umfangreiche Dokumentation der aktuellen (und historischen) Verbreitung der beiden Arten.

Je mehr Leute an dieser Aktion teilnehmen, umso aussagekräftiger wird das Ergebnis sein. Um die Tiere auch halbwegs sicher unterscheiden zu können, bietet “EvolutionMegaLab” eine Bestimmungstabelle der beiden untersuchten Cepaea- und ähnlicher Schnecken-Arten.

Einsteigen und mitmachen ist ganz leicht: Lesen Sie zuerst die wichtigen Infos zu dem Projekt und registrieren Sie sich auf http://www.evolutionmegalab.org/de_AT/. Dort finden Sie auch Bestimmungshilfen und Erfassungsbögen zum runterladen und ausdrucken, sowie das Eingabeportal für die Daten.

Dies ist eine Initiative der inatura Dornbirn.

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