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Auf markierten Pisten

Vernünftige Wintersportler bleiben auf markierten Pisten und Skirouten, so Landesrat Schwärzler. [2.12.99]

Freizeitvergnügen im Schnee soll nicht gleichzeitig zu schweren Belastungen für die sensiblen Lebensräume von Wald und Wild werden: Vernünftige Wintersportler bleiben deshalb auf markierten Pisten und Skirouten, so Landesrat Schwärzler und Wildbiologe Schatz.

Sie nehmen den Beginn der heurigen Skisaison zum Anlass, an die mitunter fatalen Folgen des Variantenskifahrens zu erinnern: ,,Rowdys schädigen insbesondere Schutzwälder und Bestände im Bereich der Baumgrenze. Gleichzeitig werden die Wildtiere zusätzlich gestresst, was Schäl- und Verbißschäden an Bäumen zur Folge haben kann”, so Landesrat Schwärzler. Und Wildbiologe Dipl.-Ing. Hubert Schatz: ,,Die Wintermonate sind für das Wild ohnehin hart genug: Ist die Notzeit zusätzlich schneereich, dann lautet die wichtigste Überlebensformel “Energiesparen”, also möglichst wenig Bewegung. Fluchten durch tiefen Schnee können Wildtiere das Leben kosten.”

Der Anwalt des Wildes bittet deshalb vor allem die Skitourengeher und Wanderer, auf den Wegen zu bleiben und die Tiere in Sichtdistanz nicht zu verfolgen. Für Skitouren sollten Winterlebensräume der Gemsen überhaupt gemieden werden. Gerade Gams- und Steinwild hält sich ebenso gern an warmen Südhängen auf wie sonnenhungrige Stadtflüchtlinge. Werden die Tiere aus diesen “Notwohnungen” vertrieben und verdrängt, dann weichen sie in ungünstigere tiefere Schutzwaldlagen aus, wo es dann zu untragbaren Wildschäden kommen kann, zeigt Schatz den Teufelskreis auf. Am hörbaren Ende stehen dann die hinlänglich bekannten fruchtlosen Schuldzuweisungen.

Von Marianne Mathis

(Bild: VN)

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