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Arbeiten mit Beeinträchtigung: "Der Philipp ist hier voll daheim"

Lauterach - IfS Spagat wurde soeben als best practice Beispiel für die Integration von Menschen mit Beeinträchtigung ausgezeichnet. Die Firma Volta in Lauterach ist ein glänzendes Beispiel für geglückte Integration. 
Video: Zu Besuch bei der Firma Volta
Bilder von Philipps Arbeitsplatz
Beispiel "Zwergahüsle" in Feldkirch

Wenn Philipp Geschichten über hässliche Schulbusse erzählt oder über seine Leidenschaft für Fahrräder spricht, kann er damit die halbe Belegschaft zum Lachen bringen. So farbig sind seine Schilderungen, so viel Lebensfreude versprüht der junge Mann. Der 18-jährige mit der Minderbegabung ist aus der Firma Volta nicht mehr wegzudenken.

Anfang holprig

Vor zwei Jahren wurde Philipp von IfS Spagat vermittelt. Jener Organisation, die jüngst als internationales “best practice”-Beispiel im Bereich Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen ausgezeichnet wurde. Die Initiative kam damals von Marie-José Reindl, Personalleiterin in dem Lauteracher Familienunternehmen. “Es war natürlich am Anfang recht holprig”, erzählt sie heute, “wir haben sehr wohl die Begleitung von Spagat gebraucht.” Insbesondere das Erlernen der Arbeitsprozesse bereitete Schwierigkeiten. Die Akzeptanz von Seiten der Arbeitskollegen sei aber sofort da gewesen, die Probleme zu Beginn deswegen bald überwunden.

“Er hilft unglaublich”

Jetzt arbeitet Philipp selbstständig an Maschinen, zieht Folien ab und räumt mit Vorliebe den Müll seiner Arbeitskollegen weg. So gerne, dass ihn seine Mentorin Ramona Denifle oft bremsen muss. Auch sie ist an der Aufgabe gewachsen. “Ich habe Geduld gelernt”, erzählt die junge Frau. Am Anfang sei es schwer gewesen, Philipps Bedürfnisse zu erkennen. Mittlerweile verstehen sich die beiden fast blind. Nicht nur seinen Beitrag zu einem positiven Betriebsklima schätzt Denifle – Philipp ist zunächst und vor allem ein produktives Mitglied der Belegschaft: “Er hilft uns unglaublich.”

“Augen offen halten”

Vier Stunden pro Tag, fünf Tage die Woche kommt Philipp in den Betrieb. Und scheint sich sehr wohl zu fühlen bei der Arbeit. So beschenkt er liebend gern seine Arbeitskollegen mit Stofftieren und Knabbergebäck. “Philipp ist hier voll daheim”, sagt sein Mentorin. Auch die Personalchefin ist begeistert. Sie rät anderen Unternehmen, es einfach selbst einmal zu probieren und sich an Spagat zu wenden. Denn: “Es gibt in jeder Firma Arbeit, die sie (Menschen mit Beeinträchtigung, Red.) machen können – man muss nur die Augen offen halten.” (MST)

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