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Alles andere als bieder

Das Kunstmuseum Liechtenstein zeigt eine umfassende Biedermeier-Ausstellung mit Werken aus dem Besitz der Fürstlichen Sammlungen, einer der größten Privatsammlungen der Welt.

Nach der Eröffnung des Liechtenstein-Museums in Wien im März 2004 sind damit erstmals wieder Teile der Sammlung in ihrem Sitz Vaduz zu sehen. Die Exposition legt speziellen Wert auf die Neuerwerbungen der vergangenen Jahre. Darunter sind etliche Neuankäufe, die noch nie öffentlich zu sehen waren. Ausgehend vom Jahr 1815 präsentiert die bis zum 27. August geöffnete Ausstellung Werke bis zu den ersten Ausläufern der Biedermeier-Epoche.

Unter den ausgestellten Kunstwerken sind Bilder von Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich von Amerling und Peter Fendi. Außerdem sind die berühmte Porzellansammlung Bloch-Bauer, die nach ihrer Restitution an die Eigentümer kürzlich erworben werden konnte, und Biedermeier-Möbel zu sehen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Aquarelle, unter anderem von Rudolf von Alt.

Die Ausstellung ist in sechs Abschnitte unterteilt: „Krieg und Frieden“, „die kleine Welt zuhause“, „das Menschenbild des Biedermeier“, „die heimische Landschaft“, „im Lichte Arkadiens“ und „Form und Farbe“. Insbesondere die Bilder zu „Krieg und Frieden“ räumen mit der landläufigen Meinung des Biedermeier gründlich auf. Nach den napoleonischen Kriegen befand sich Wien zwischen Wiener Kongress und 1848er-Revolution unter der Diktatur Metternichs. Von zarter, braver Ästhetik á la Streublümchenmuster war keine Rede mehr.

Biedermeier ist alles andere als bieder, sowohl die Brutalität des Krieges als auch die Armut der Bevölkerung wurde nicht mehr verschönt, allenfalls zynisch-karikaturistisch dargestellt. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen. Im Wiener Liechtenstein Museum war 2004 eine Ausstellung mit dem Titel „Klassizismus und Biedermeier“ zu sehen.

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