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Afghanistan: Neue Skandal-Fotos

Der Skandal um mutmaßliche Leichenschänder-Fotos deutscher Soldaten in Afghanistan weitet sich aus: RTL wurden am Donnerstag nach eigenen Angaben mehrere Fotos aus Afghanistan zugespielt.

Sie zeigten „deutsche Soldaten in schockierenden Posen mit einem Totenschädel“ und seien datiert mit 11. März 2004, teilte der Kölner Sender mit. Sie wären damit jüngeren Datums als die in der „Bild“ veröffentlichten Bilder, die im Frühjahr 2003 bei einer Patrouillenfahrt nahe Kabul entstanden sein sollen.

Unmittelbar nach Erhalt legte RTL nach eigenen Angaben das Bildmaterial dem deutschen Verteidigungsministerium mit der Bitte um Prüfung und Stellungnahme vor. „Dort wurde die Authentizität der Fotos nach Sichtung nicht angezweifelt“, erklärte der Sender. Die Bilder seien RTL „aus Bundeswehrkreisen“ zugespielt worden.

Auf einem der mit einer Digitalkamera aufgenommenen Bilder küsst laut RTL ein Unteroffizier einen Schädel, der auf dem Bizeps seines linken Oberarms liegt. Hinter ihm schaue ein weiterer Soldat zu. Auf einem anderen Foto posiere ein Soldat vor einem Jeep der ISAF, auf dessen Fronthaube ebenfalls ein Totenschädel liege. RTL zeigt die Bilder am (heutigen) Donnerstag um 18.45 Uhr bei „RTL aktuell“.

Steinmeier und Jung stellen sich demonstrativ vor deutsche Bundeswehr

Beide Minister betonten am Donnerstag im Bundestag die Bedeutung der Bundeswehr für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus. „Einzelne Vorfälle wie die abstoßenden Bilder…dürfen die Bundeswehr aber nicht in ein falsches Licht rücken“, sagte der Steinmeier.

Der SPD-Politiker sicherte erneut eine rückhaltlose Aufklärung der Geschehnisse in Afghanistan zu. Jung äußerte sich ähnlich und ging auch auf die Foltervorwürfe gegen deutsche KSK-Soldaten ein. Aus den Vorwürfen dürften keine Rückschlüsse auf den Einsatz der KSK-Soldaten gezogen werden, sagte der CDU-Politiker.

„Gut fünf Jahre nach den Anschlägen in New York und Washington steckt der Kampf gegen den Terrorismus in einer schwierigen Phase“, erklärte Steinmeier. Die Bilanz aller Bemühungen sei „in der Tat durchwachsen“. Man könne zwar unterschiedliche Ansichten hinsichtlich des weiteren Vorgehens haben, aber dem Terrornetzwerk Al-Kaidas dürfe nicht vermittelt werden, dass der Kampf gegen die verbrecherischen Pläne aufgegeben worden sei. Deshalb sei die Operation „Enduring Freedom“ weiterhin wichtig, ebenso die Operation „Active Endeavour“ im Mittelmeer.

Deutsche Soldaten hätten in Afghanistan wesentlich zur Stabilisierung beigetragen, sagte Jung. „Das sollte man im Rahmen einer solchen Debatte ebenfalls nicht vergessen“, sagte der Minister mit Blick auf die Misshandlungsvorwürfen des ehemaligen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz gegen KSK-Soldaten.

Kurnaz hatte zwei Angehörigen der Elitetruppe KSK vorgeworfen, ihn Anfang 2002 in einem US-Gefangenenlager im südafghanischen Kandahar an den Haaren gezogen und mit dem Kopf auf den Boden gestoßen zu haben. Abgeordnete aus SPD und Grünen stellten daraufhin die Verlängerung des KSK-Einsatzes in Afghanistan in Frage. Das Kabinett hatte am Mittwoch die Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes der Bundeswehr um ein weiteres Jahr beschlossen. Die Zustimmung des Bundestages steht noch aus.

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