10. Philosophicum in Lech

Die Freiheit des Denkens steht im Mittelpunkt des diesjährigen Philosophicums in Lech, das von 14. bis 17. September zum zehnten Mal im Vorarlberger Nobel-Skiort am Arlberg stattfindet.

Philosophen, Wissenschafter benachbarter Disziplinen, Künstler und Literaten erörtern auf dem von Univ.-Prof. Konrad Paul Liessmann initiierten und geleiteten kulturwissenschaftlichen Symposium zentrale Fragestellungen der Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven.

Das Philosophicum Lech ist laut Lissmann dem Bemühen entsprungen, die einzigartigen Bedingungen von Lech als Ort der Begegnung zu nutzen. Erfolgreiche Projekte entstünden aber fast nie aus abstrakten Überlegungen, sondern durch die Initiative von Menschen. Zum diesjährigen Thema merkt Liessmann an, ob Freiheit ein notwendiges Konstrukt zum Selbstverständnis des Menschen oder eine aufklärungsbedürftige Illusion ist, in welcher Weise Freiheit denkbar und wo ihre Grenzen sind, wie und ob Freiheit und Verantwortung zusammenhängen – über all diese Fragen werden beim 10. Philosophicum Lech Philosophen und Naturwissenschafter, Soziologen und Kulturtheoretiker vortragen und mit dem Publikum diskutieren.

Das Philosophicum Lech habe sich als internationales Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung etabliert. Kamen zur ersten Veranstaltung 1997 ca. 100 Besucher, wurden im Jahre 2005 mehr als 300 Teilnehmer gezählt, die sich vier Tage lang einer konzentrierten intellektuellen Auseinandersetzung und Begegnung widmeten.

Themen bisher: Faszination des Bösen – über die Abgründe des Menschlichen (1997); Im Rausch der Sinne – Kunst zwischen Animation und Askese (1998); Die Furie des Verschwindens – über das Schicksal des Alten im Zeitalter des Neuen (1999); Der Vater aller Dinge – Nachdenken über den Krieg (2000); Der listige Gott – über die Zukunft des Eros (2001); Die Kanäle der Macht – Herrschaft und Freiheit im Medienzeitalter (2002); Ruhm, Tod und Unsterblichkeit – Über den Umgang mit der Endlichkeit (2003); Der Wille zum Schein – über Wahrheit und Lüge (2004); Der Wert des Menschen – an den Grenzen des Humanen (2005).

Die Vorträge des Philosophicum Lech werden im Zsolnay Verlag publiziert.

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