Vom Garten Eden und hängenden Gärten

Vom Garten Eden und hängenden Gärten
Der Garten ist in der Menschheitsgeschichte sagenumwobener Ort. Ob es um den Garten Eden geht oder um die Gärten von Semiramis: Der Garten ist seit Urzeiten ein Ort der Geborgenheit und ein Zeichen der Macht. Allenfalls ist er der erste Schritt in Richtung Zivilisation.

Der Bibel nach ist der Garten Eden noch älter als die Menschheit selbst. Der Garten Eden steht stellvertretend für das blühende Leben. Beschrieben wird er als großer natürlicher Selbstbedienungsladen, in dem man für nichts bezahlen muss. Lediglich der Apfel hat seinen Preis. Und den Preis zahlen wir alle, sonst würden wir heute gemeinsam im Paradies leben, so die Sage. Ganz anders ist es in der keltischen Mythologie: Dort heißt der paradiesische Garten „Avalon“, was soviel wie „Apfelgarten“ bedeutet.

Die Geschichte des Menschen ist von der des Gartens nicht zu trennen: Sobald die ersten Gärten bzw. Äcker entstanden, entstanden auch die ersten Zivilisationen. Der Mensch, davor Wanderer, Sammler und Jäger, wird häuslich und macht sich die Früchte der Erde zu nutze. Er baut sie in angenehmer Reichweite, gleich vor dem Haus, an. Und erstmals gibt es auch genug Essen, ohne dass sich jede und jeder der Nahrungsmittelbeschaffung widmet. Es entstehen Handwerke und neue Berufszweige, sprich: Die Zivilisation.

Der Garten als Zeichen von Macht und Können

So funktioniert die Gesellschaft auch heute noch, mit dem Unterschied, dass „wir“ heute anders anbauen: Nur ein Bruchteil der Österreicher hat einen Bauernhof.

Wenn wir heute einen privaten Garten anbauen, hat er vorrangig den Zweck, schön zu sein. Ob man sich im Garten der Muße hingeben will oder von den selbstgezüchteten (die schmecken bekanntermaßen am besten) Erdbeeren nascht. Der Garten ist ein Ort der Ruhe und der Erholung.

Aber auch Gärten, gebaut, um zu beeindrucken, gab es schon: Wenn man heute eher den Nachbarn oder die Nachbarin mit seinem Garten beeindrucken will, war er früher ein Zeichen der Macht. Die Gärten von Semiramis haben damals Künstler und Dichter weltweit beeindruckt und tun das teilweise heute noch.

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