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Traditionsunternehmen investiert in Neubau

Computergrafik des neuen Verwaltungsgebäudes Computergrafik des neuen Verwaltungsgebäudes - © Architekt Jürgen Haller
Andelsbuch (ak) – Wälder Versicherung VaG führte Spatenstich  für neues Verwaltungsgebäude in Andelsbuch aus.

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Am vergangenen Mittwoch versammelten sich Vorstand und Mitarbeiter der Wälder Versicherung VaG sowie zahlreiche Bürgermeister der Region im Ortszentrum von Andelsbuch. In unmittelbarer Nähe des markanten Kastanienbaumes, der seit Jahrhunderten das Ortsbild prägt, wurde der Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude der Wälder Versicherung  VaG (Verein auf Gegenseitigkeit) vorgenommen. Bürgermeister Bernhard Kleber sieht in der Wälder Versicherung  VaG einen wichtigen Pfeiler der heimischen Nahversorgung.

15 Arbeitsplätze

Das Traditionsunternehmen beschäftigt 15 Mitarbeiter und hat seinen Sitz seit dem Jahr 1963 in  Andelsbuch. Die Kapazitäten im Verwaltungsgebäude in Andelsbuch-Hof sind laut Geschäftsführer Christoph Mennel erschöpft. Nun sollen rund 2, 5 Millionen in einen Neubau investiert werden. Die Gemeinde Andelsbuch konnte der Wälder Versicherung VaG  am zentralen Standort zwischen Gasthof Löwen und Gemeindeamt ein Grundstück zum Verkauf anbieten. „Wir freuen uns, dass das Traditionsunternehmen Bestandteil der Gemeinde bleibt“, betonte Bürgermeister Bernhard Kleber.

Architektenwettbewerb

23 Bregenzerwälder Architekturbüros stellten sich einem Architektenwettbewerb. Den Zuschlag erhielten die beiden Jungarchitekten Jürgen Haller und Peter Plattner von der ARGE HALLER / PLATTNER aus Mellau bzw. Bozen. Der Baugrund befindet sich an der Bregenzerwaldstraße L200 im Ortskern von Andelsbuch. Im unmittelbaren Nahbereich bestimmen vor allem die Kirche, das Gemeindehaus, der alte Bahnhof, sowie der angrenzende historische Bauernhof das Umfeld. „Der neue Baukörper soll bewusst aber behutsam in den Kontext eingefügt werden“, betont  Jürgen Haller. Die klare südliche Positionierung und Ausrichtung des Baukörpers schafft auf der Ost-Straßenseite des neuen Volumens einen großzügigen Außenraum, der rund um den charakterhaften Kastanienbaum eine einzigartige Frei-Raumqualität verspricht.

Heimisches Holz

Das neue Verwaltungsgebäude ist als konstruktiver, dreigeschossiger Holzbau konzipiert. Durch den Einsatz von Multiboxdecken sowie vorgefertigten Außenwand- und Dachelementen könne eine kurze Bauzeit garantiert werden, so der Architekt. Um der traditionellen und heimischen Baukultur gerecht zu werden, kommt sowohl im Innenausbau als auch bei den Fassaden heimisches Holz zum Einsatz.  Die Erscheinung des Baukörpers wird vom Spiel der offenen und geschlossenen Fassadenflächen bestimmt. Das Gebäude reagiere mit gezielten Öffnungen auf Bewegungsabläufe, Raumsequenzen und Blickbezüge zur umliegenden Bergwelt und Natur, erklärt Haller. Sämtliche Baumaterialien sollen unbehandelt eingebaut werden, um mit ihrer materialeigenen Direktheit auf die Benutzer zu wirken.

Ökologie und Ökonomie

Einen wesentlichen Faktor stellt die kompakte und einfache Form des Baukörpers dar. „Der Neubau wird energetisch als Passivhaus oder zumindest in Passivhausstandard konzipiert“, erläutert Hallers Kompagnon Peter Plattner. Eine hochwertige Dämmung aller beheizten Bauteile sowie eine Minimierung der thermischen Gebäudehülle sollen die Betriebskosten niedrig halten. Ein intelligentes Haustechniksystem , verbunden mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung werden für ein ökologisches und kostensparendes Gebäudeklimakonzept sorgen. Der Einsatz von ökologischen und robusten Baumaterialien garantiere eine lange Nutzungsdauer und schaffe somit einen positiven Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Ökonomie, ist Plattner überzeugt.

Energie und Haustechnik

Das Gebäude sieht die Einhaltung des Passivhausstandards mit spezifischem Heizwärmebedarf von 15 kWh/m2a mit geringen Betriebs,- Wartungs- und Instandhaltungskosten vor. Der kompakte Baukörper mit thermisch optimierter Gebäudehülle sowie hochwertiger Verglasung und einer effizienten, außenliegenden, intelligenten Sonnenschutzlösung seien die Voraussetzung für die Erreichung einer hohen Energieeffizienz, resümiert Plattner.

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