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ÖGB Vorarlberg: Auer attackiert IV-Präsident Ohneberg nach TV-Diskussion

Die Aussagen des IV-Präsidenten sorgen für Unmut bei der ÖGB.
Die Aussagen des IV-Präsidenten sorgen für Unmut bei der ÖGB. ©FSG/Paulitsch
ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer kritisiert den Präsidenten der Industriellenvereinigung, Martin Ohneberg, am Montag in einer Aussendung scharf. Grund dafür seien gewerkschaftsfeindliche Aussagen in der ORF-Sendung "Im Zentrum" vom Sonntag.

„Der Präsident der Vorarlberger Industriellenvereinigung Martin Ohneberg hat wieder einmal gnadenlos aufgezeigt, wofür sich die Industriellenvereinigung interessiert. Nämlich ausschließlich für die eigenen Vorteile“, kritisiert ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer die Aussagen von IV-Präsident Martin Ohneberg in der ORF-TV-Diskussion “Im Zentrum”. Der IV-Präsident habe wiederholt die Arbeit der Gewerkschaften in Frage und die eigenen Unternehmensinteressen in den Mittelpunkt gestellt.

»Sozialdemokratie hat eine Glaubenskrise«

Die Diskussion stand unter dem Titel “Sozialdemokratie in der Sinnkrise – Das Ende einer Ideologie?” Martin Ohneberg stellte in der Diskussion mit Christian Kern und Konstantin Wecker fest, dass die SPÖ ihre Zielgruppe außer Augen verloren habe und dass viele Probleme von früher heute bereits gelöst seien. “Es geht nicht mehr, dass man nur noch von einem zum anderen verteilt … die Sozialdemokratie hat eine Glaubenskrise und verkörpert auch ganz anderes als es früher war”, sagte Ohneberg.

“Ohneberg glänzt durch Unwissenheit”

„Wenn Ohneberg davon spricht, dass sich die Gewerkschaft keine Gedanken über die Zukunft und die moderne Arbeitswelt macht, dann glänzt er durch Unwissenheit“, kontert Auer den Behauptungen von Ohneberg. „Gewerkschaften und Bundesarbeiterkammer sind gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Gründungsmitglieder der bundesweiten Plattform ‚Industrie 4.0‘, bei der nach Antworten auf Fragen zur Digitalisierung und moderner Arbeitswelt gesucht wird.”

In der Wirtschaftskrise habe sich ebenfalls gezeigt, dass die Gewerkschaften ein starker Partner sind. “Ich lade Herrn Ohneberg ein, sich mit mir die Situation bei der Post anzusehen wo die Bediensteten wenig und die Aktionäre viel verdienen“, sagte Auer.

“Ohneberg lebt in anderer Realität”

Ohneberg habe auch versucht die Forderungen des ÖGB nach einer höheren Besteuerung von Vermögen als inszenierten Klassenkampf darzustellen. „Ohneberg sollte sich hier einmal fragen, wer unser Gesundheits- und Pensionssystem erhält. Es sind die Beschäftigten, die kleine und mittlere Einkommen beziehen“, erklärt Auer weiter. „Leider zählt für Ohneberg nur, dass jene, die eh genug haben, noch weniger Steuern zahlen sollen.”

IV-Präsident: “Der Staat frisst alles auf”

„Dass Ohneberg aber ohnehin in einer anderen Realität lebt, hat sich gezeigt, als er davon sprach, die Armut in Europa habe sich in den letzten Jahren halbiert“, kommentiert Auer. Ohneberg hatte angeführt, dass die Armutsentwicklung sich von 6 auf 3 Prozent reduziert habe. Ohneberg kritisierte, dass man von den “Leistungsbringern” noch mehr wegnehmen wolle. “Wir haben in Österreich eine zu hohe Abgabenquote. Der Staat frisst alles auf, darum bleibt bei den Mitarbeitern nichts übrig.

Auer: Kampf fortsetzen

„Ich danke Martin Ohneberg aber auch: denn angesichts solcher Aussagen sehen wir uns als Gewerkschafter darin bekräftigt, unseren Kampf für die Rechte der Beschäftigten und faire Verhältnisse in Österreich energisch und unerschütterlich fortsetzen“.

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