19. September 2012 15:53; Akt.: 19.09.2012 15:53

Mit Genmais gefütterte Ratten sterben früher an Krebs

Gentechnisch veränderter Mais (Symbolbild) bringt Ratten schneller ins Grab. Gentechnisch veränderter Mais (Symbolbild) bringt Ratten schneller ins Grab. - © BilderBox
Mit gentechnisch verändertem Mais gefütterte Ratten sterben jünger und erkranken deutlich häufiger an Krebs als Tiere, die herkömmliche Nahrung erhalten.

 (5 Kommentare)

alt Korrekturen melden

Zu diesem Schluss kommen französische Forscher in einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift “Food and Chemical Toxicology” veröffentlichten Studie. Die Ergebnisse seien “alarmierend”, sagte Gilles-Eric Seralini, Professor an der Universität Caen und Experte für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Nahrungsmitteln.

Zwei Jahre Studie – klare Ergebnisse

Für die Untersuchung wurden 200 Ratten zwei Jahre lang beobachtet. Eine Gruppe wurde mit unbehandeltem Genmais der Sorte NK603 gefüttert, eine zweite mit diesem Genmais, der zuvor mit dem Pestizid Roundup behandelt wurde. Beide Sorten gehören dem US-Agrar-Riesen Monsanto. Eine dritte Gruppe erhielt herkömmlichen Mais, der ebenfalls mit Roundup besprüht wurde. Der Mais stellte etwa elf Prozent des gesamten Futters dar – was ungefähr den Ernährungsgewohnheiten in den USA entspricht.

Die mit Genmais ernährten Ratten seien deutlich früher gestorben als die anderen, erläuterte Seralini. 17 Monate nach Beginn der Untersuchung seien von den mit Genmais gefütterten Ratten fünf Mal mehr Tiere tot gewesen als in der Vergleichsgruppe. Die meisten Weibchen erkrankten der Studie zufolge an Brustkrebs, die Männchen häufig an Haut- oder Nierentumoren.

Erstmals langfristige Auswirkungen getestet

Mit der gentechnischen Manipulation würden Maissorten hergestellt, die Pestizide tolerieren oder sogar eigene Pestizide herstellen, sagte Seralini, der in rund 30 Ländern in Fachausschüssen über gentechnisch veränderte Lebensmittel als Berater tätig war. Nach seinen Angaben untersuchte sein Team erstmals gleichzeitig die langfristige Auswirkung von Genmais und Pestiziden auf die Gesundheit. Dies sei eine “Weltpremiere”.

Finanziert wurde die Studie von der Stiftung Ceres. Sie wird von rund 50 Unternehmen getragen – darunter Firmen aus der Lebensmittelbranche, die keine GVO verwenden. Die Gelder der Stiftung werden von einer Gruppe von Forschern verwaltet, deren Vorsitzender Seralini ist.

(APA)



Kommentare 5

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

Neuen Kommentar schreiben

 
1000
/1000 Zeichen übrig
 

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf vol.at
Mindestens zehn Tornado-Tote in Oklahoma City
Ein mächtiger Tornado hat in einem Vorort der US-Stadt Oklahoma City mindestens zehn Menschenleben gefordert und [...] mehr »
Explosion auf Elite-Militärbasis in Spanien
Bei einer Explosion auf einem Militärstützpunkt der spanischen Eliteeinheit La Legion sind in Viator in Südspanien [...] mehr »
Tourist verletzt aus Wiener Kanalsystem geborgen
Weil er sich sieben Euro für die "3. Mann Tour" sparen wollte, ist am Pfingstsonntag ein 55-Jähriger selbstständig in [...] mehr »
77-jähriger Tiroler nach Verkehrsunfall gestorben
Ein 77-jähriger Tiroler ist nach einem Verkehrsunfall am Montag in Oberösterreich gestorben. Er war auf der [...] mehr »
Schule in Argentinien mit Drogen-Geld finanziert
Eine Privatschule in Argentinien soll mit Geldern aus illegalem Drogenhandel finanziert worden sein. Die Direktorin der [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Werbung
Werbung
Werbung
Werbung