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Keine sexuelle Belästigung mit Griff unters T-Shirt

Die 37-Jährige gab vor Gericht als Zeugin zu Protokoll, der Angeklagte habe ihr am Bahnsteig vor dem Zigarettenautomaten unter ihrem T-Shirt an die Rippen gegriffen.
Die 37-Jährige gab vor Gericht als Zeugin zu Protokoll, der Angeklagte habe ihr am Bahnsteig vor dem Zigarettenautomaten unter ihrem T-Shirt an die Rippen gegriffen. ©MiK
Keiner sexuellen Belästigung einer 37-jährigen Frau hat sich der 17-jährige Angeklagte nach Ansicht der Erstrichterin schuldig gemacht. Der unbescholtene Afghane wurde gestern am Landesgericht Feldkirch von diesem Anklagepunkt freigesprochen.

Der Angeklagte habe der Frau am 22. Juni am Dornbirner Bahnhof gar nicht an die Brust gegriffen, sagte Richterin Angelika Prechtl-Marte in ihrer Urteilsbegründung. Die 37-Jährige gab vor Gericht als Zeugin zu Protokoll, der Angeklagte habe ihr am Bahnsteig vor dem Zigarettenautomaten unter ihrem T-Shirt an die Rippen gegriffen. Vor der Polizei hatte die Dornbirnerin noch angegeben, er habe ihr kräftig an ihre Brust gefasst.

In Arm gezwickt. Verurteilt wurde der Angeklagte jedoch wegen versuchter Nötigung: zu einer Geldstrafe von 320 Euro, davon 80 Euro unbedingt. Denn der Minderjährige habe der Frau mit einer Hand in den linken Oberarm gezwickt, sagte die Richterin. So habe er sie zu zwingen versucht, mit ihm mitzukommen. Die Frau erlitt ein Hämatom. Dafür muss ihr der Flüchtling als Schmerzengeld 100 Euro bezahlen.

Begleiter verletzt. Freigesprochen wurde der Angeklagte vom Vorwurf der Körperverletzung. Sie könne nicht feststellen, wer von mehreren Angreifern den 29-jährigen Begleiter der Frau mit einem Schlag mit einem Holzstock am Arm leicht verletzt habe, sagte die Vizepräsidentin des Landesgerichts.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte und Staatsanwalt Johannes Hartmann nehmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Verteidiger Klaus Hartmann beantragte Freisprüche von allen drei Anklagepunkten. Sein Mandant sagte, er sei nicht schuldig.

Die 37-jährige Frau berichtete als Zeugin, alles habe damit begonnen, dass mehrere junge Männer zu ihr gesagt hätten, sie sei eine schöne Frau. Sie solle mit ihnen zu einer Party mitkommen. Zu den Übergriffen sei es gekommen, als sie zu ihnen gesagt habe, sie sollten verschwinden.

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