Iran schließt Erstschlag gegen Israel nicht aus

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Ein iranischer Luftwaffengeneral hat Israel offen mit einem Erstschlag gedroht. Ein solcher Präventivangriff sei für den Fall möglich, dass Israel alle Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen den Iran getroffen habe, sagte der Befehlshaber der Luftwaffe in den Revolutionsgarden, Amir-Ali Hajizadeh, am Sonntag.

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Zuvor hatte der Oberkommandierende der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammed-Ali Jafari, Israel vor den Konsequenzen eines möglichen Angriffs gewarnt. "Bei einem Gegenschlag des Iran nach einem israelischen Angriff würde kein Teil Israels sicher sein, und von dem Land würde nichts übrigbleiben", sagte Jafari. Im Falle eines Militärschlages gegen sein Land werde der Iran auch US-Militärbasen in der Region angreifen und die Straße von Hormus schließen. Eine militärische Konfrontation beider Länder würde einen Weltkrieg auslösen, so auch General Amir Ali Hajisadeh, Chef der Luftstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden in einem Interview.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen fordern unterdessen Deutschland, Frankreich und Großbritannien offiziell neue europäische Sanktionen gegen den Iran. Entsprechend hätten sich die Außenminister Guido Westerwelle, Laurent Fabius und William Hague in einem Schreiben Ende vergangener Woche an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton gewandt, sagte ein EU-Diplomat laut Agenturberichten in New York.

Details der möglichen neuen Strafmaßnahmen würden noch ausgearbeitet. Die EU-Außenminister sollten bei ihrem Treffen in Brüssel am 15. Oktober über das Thema beraten. Ein zweiter westlicher Diplomat ergänzte, es sei notwendig, im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen zu verschärfen. "Es ist immer noch Zeit für eine politische Lösung, eine diplomatische Lösung, und das ist es, wofür wir arbeiten", sagte er weiter. "Aber wir können keine Atomwaffen in den Händen des Iran akzeptieren."

Ashton wird am Donnerstag einem Treffen von sechs Ländern vorsitzen, bei dem es um den Atomstreit gehen wird. Vertreten sein werden neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien die USA, Russland und China. Im Zuge des Streits hat die EU bereits mehrfach Sanktionen gegen den Iran verhängt, darunter ein Ölembargo.

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