Fusion: VKW will Kleinaktionäre loswerden

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Vorstand Christoph Germann lag bereits vor einigen Jahren ein Rückkaufangebot auf dem Tisch.
Vorstand Christoph Germann lag bereits vor einigen Jahren ein Rückkaufangebot auf dem Tisch. - © Steurer
Die Vorarlberger Kraftwerke und die Illwerke treten seit geraumer Zeit als Illwerke/Vkw-Gruppe gemeinsam auf, rechtlich sind die beiden Gesellschaften bis heute getrennt: Zwei Aufsichtsräte, Doppel-Funktionen und Parallelstrukturen haben sich bis heute gehalten.

Das soll sich nun ändern. In der morgigen Aufsichtsratssitzung soll beschlossen werden, die beiden bisher eigenständigen Unternehmen Illwerke/Vkw zu fusionieren. Was dabei in einem Aufwasch erledigt werden soll: die VKW möchte die verbliebenen Kleinaktionäre, die 1,86 Prozent halten, hinausdrängen.

Ausquetschen

Vor einigen Jahren gab es schon ein Rückkauf-Angebot auf freiwilliger Basis. Vorstand Christof Germann sagte damals: „Wir wollen die Aktionäre ja nicht vertreiben.“ Das ist nun etwas verbindlicher: jetzt soll das härtere Instrument eines Squeeze-Out (engl. Ausquetschen) zum Einsatz kommen, so die Informationen der „Vorarlberger Nachrichten“. Diese Squeeze-Outs dienen normalerweise dazu, einen Börsenabgang zu vollziehen – das hat die VKW aber bereits 2013 erledigt: die Aktie wurde kaum gehandelt, auch war ein erheblicher Aufwand mit der Börsennotierung verbunden.

Der Streubesitz und die Teilprivatisierung der VKW war die Idee des früheren Landeshauptmannes Martin Purtscher. Sein Anliegen war, quasi eine Volksaktie für die Vorarlberger zu lancieren. 20 Prozent waren in Privatbesitz, heute sind es noch die verbliebenen 1,86 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie in der Abendausgabe der Vorarlberger Nachrichten, heute ab 18.45 Uhr auf www.vn.at.

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