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Drei Wesen

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Es geht nicht um die drei Geister von Charles Dickens, die Ebenezer Scrooge erscheinen, auch nicht um die Drei aus dem Morgenland, auch nicht um www – oder doch? Es geht um einen Übersetzungsvergleich, bzw. den Versuch durch Gegenüberstellung das „Wahre“ herauszufinden, das von Zweien (W1 und W2) beschrieben und vom Dritten (W3) gelesen wird. wwww – was (ist) wahr, was (ist) wahrer?

Ausgangslage: Zwei beschreiben ein und dasselbe. Da aber ein und dasselbe in Worten nicht als ein und dasselbe erscheint, bleibt es einem Dritten, das bist Du, der/die das liest, überlassen, herausbekommen, was das Wahre ist. Beginnen wir.

W1 übersetzt: „Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.“ W2 hingegen „verdeutscht“ so: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, die Tat seiner Hände meldet das Gewölb“. Entscheide Du, W3, welche Worte treffen eher zu? Rühmen oder erzählen? Herrlichkeit oder Ehre? Kündet oder meldet? Firmament oder Gewölb? Du hast nichts vor Dir, nur die Beschreibungen. W1 und W2 hingegen haben eine Vorlage.

So weben wissende Weise Worte. Wer sind nun die beiden? W1 ist eine große Gruppe von Menschen, die als Einheitsübersetzer der Bibel agieren. W2 heißen Buber und Rosenzweig, Sie haben die Bibel, sie nennen sie „Die Schriftwerke“ in einer 50 Jahre andauernden Riesenarbeit neu übersetzt, sie sagen „verdeutscht“. Steigt weißer Rauch auf? Je tiefer Du blickst, umso mehr enthüllt sich Verhülltes. Noch was: Beide hatten für ihre Arbeit dieselben Quellen vor sich: uralte hebräische Handschriften und viele Übersetzungen, von Wulfila bis Luther.

Also was jetzt, W3? „Rühmen die Himmel oder erzählen die Himmel? Die Herrlichkeit Gottes oder die Ehre Gottes? …“ Ein Letztes noch: W1, die Einheitsübersetzung, ist die Bibelübersetzung für den liturgischen Gebrauch im römisch-katholischen Gottesdienst, 1962 bis 1980 von katholischen und evangelischen Theologen erarbeitet. W2 ist die „Verdeutschung“ von Martin Buber und Franz Rosenzweig, der letzte Band erschien erst 1986.

Während W1 einen Gebrauchszweck erfüllt, sagen Buber und Rosenzweig über ihre Verdeutschung: „Es gibt kein stummes Lesen in Israel, hebräisch „Karah“ heißt ausrufen!“ Sie wollen mit ihrer Arbeit „die Schönheit des heiligen Textes, die immer an der Grenze des Sagbaren entlang geht“, erspüren. Das ist wichtig zu wissen, geht es doch um die „letzten Dinge“ den Glauben, den formulierten. Bubers und Rosenzweigs „Verdeutschung“ will laut gelesen sein. Die Fülle ihrer poetischen Wortneuschöpfungen kommt erst dann zur Geltung. Also los, Geistbraus, lass des Chormeisters Harfenlied Dawids ertönen. Heute Abend. „… über alles Erdreich fährt ihr Schwall, an das Ende der Welt ihr Geraun.“ (Aus Psalm XIX)

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