Der Älteste hört auf und der Jüngste macht weiter

Von Jochen Dünser
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Bregenz will seine Chancen nützen. Bregenz will seine Chancen nützen. - © Stiplovsek
Matthias Günther gibt vor letztem Play-off-Heimspiel seinen Rücktritt bekannt – Bruder Philipp hängt noch eine Saison an.

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Handball. Nun ist es fix – Bregenz-Urgestein Matthias Günther (35) hängt am Ende der Saison die Handballschuhe an den Nagel. Auf die Frage, ob das letzte Play-off-Heimspiel heute gegen HIT Tirol auch das Abschiedsspiel in Bregenz sein wird, hat der Kreisläufer eine klare Antwort: „Nein, wir werden das Halbfinale noch schaffen. Ich habe meinen Teamkollegen diese Woche im Training nicht nur einmal gesagt, dass ich ohne Medaille ganz sicher nicht meine Karriere beenden möchte. Da der Entschluss, die aktive Karriere im Sommer zu beenden, unumgänglich ist, sind wir heute und in der letzten Runde zum Siegen verdammt. Nur so können wir auf den vierten Platz vorrücken“, betont Günther. In Zukunft will er sich auf die berufliche Ausbildung konzentrieren und viel Zeit mit seinen drei Kindern Matteo, Mia und Linus verbringen. „Zum Glück hat meine Frau Birgit als ehemalige Handballerin viel Verständnis dafür gehabt. Doch nach über 15 Saisonen und den zahlreichen Operatio­nen ist nun die Zeit reif, dass ich mich auf andere Dinge als Handball konzentriere. Ob ich in Zukunft noch eine Funktion in Bregenz ausüben werde, wird sich zeigen. Oberste Priorität hat ab Juni die Familie, die in den letzten Jahren oft zurückstecken musste“, so der Kreisläufer. 

Für ein Jahr verlängert

Auf familiäre Unterstützung auf dem Parkett kann der Älteste der drei Günther-Brüder für einmal nicht bauen. Während Abwehrspezialist Gregor nach acht HLA-Titeln und vier ÖHB-Cup-Triumphen am Ende der Saison 2010/11 seine aktive Karriere beendet hat, steht Philipp, jüngste Spross der Handball-Familie Günther, aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Der vor wenigen Tagen 30 Jahre alt Gewordene plagt sich seit Wochen mit einer hartnäckigen Bandscheibenverletzung herum. In der spielfreien Zeit hat sich Philipp aber dazu entschlossen, noch eine weitere Saison anzuhängen und seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um eine Periode zu verlängert. In einem internen Familiengespräch hat der um sechs Jahre jüngere Philipp seinem ältesten Bruder aber versprochen, sofern es die Verletzung zulässt, ihm ab dem Halbfinale wieder zur Seite zu stehen.

„Fans müssen uns helfen“

Für das heutige Heimspiel gegen Tabellennachbar Tirol zeigt sich Matthias Günther optimistisch: „Ich denke, der 27:26-Heimsieg vor einer Woche gegen Margareten hat gezeigt, dass wir das Handballspielen noch nicht verlernt haben. Was mich in diesem Spiel besonders gefreut hat, war die Unterstützung der Fans. Sie haben uns von Beginn an lautstark angefeuert, haben uns Fehlwürfe verziehen und gesehen, dass wir alles geben. Nun müssen wir dort anschließen und von Beginn an alles geben. Für uns hat seit einigen Wochen jede Partie einen finalen Charakter. Wir stehen immer noch mit dem Rücken zur Wand. Der Vorteil ist nur, dass wir es selbst noch in der Hand haben, den vierten Rang zu holen. Und wenn wir dann im Halbfinale stehen, werden die Karten neu gemischt. Wenn wir so wie gegen die Fivers kämpfen, können wir es schaffen.“

„Rote Teufel“ wollen Rang zwei absichern

Emotionen sind garantiert, wenn sich Meister Margareten und der Alpla HC Hard gegenüberstehen. Ganz besonders in der „heißen“ Phase der Meisterrunde, wenn es um die Ausgangspositionen für die Finalpartien geht. Nicht zuletzt deshalb hat das heutige Aufeinandertreffen ab 19 Uhr in Wien eine ganz besondere Bedeutung. Die „Roten Teufel“ nehmen mit zwei Zählern Rückstand auf Leader Krems Rang zwei in der Tabelle ein, der HLA-Titelverteidiger liegt mit zwei Zählern Rückstand auf dem dritten Platz. Hard-Coach Markus Burger: „Leider können wir in der wichtigen Phase nicht in Bestbesetzung antreten. Neben dem langzeitverletzten Marko Tanaskovic stehen mit Bernd Friede und Alexander Kathrein zwei weitere Leistungsträger nicht zur Verfügung. Zum Glück kommt Andi Varga nach seiner Verletzung wieder in den Kader zurück. In Summe ist die Ausgangslage alles andere als rosig, doch wir müssen trachten, dass Beste aus der Sache zu machen. Auf jeden Fall werden wir den Fivers die Punkte sicher nicht kampflos überlassen“, erklärt der Hard-Trainer in gewohnt kämpferischer Manier.

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