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"Brauchen mehr Geld für Kinderbetreuung in Vorarlberg"

In den Vorarlberger Spiel- und Kindergruppen leisten viele Betreuerinnen wöchentlich eine Vielzahl unbezahlter Überstunden.
In den Vorarlberger Spiel- und Kindergruppen leisten viele Betreuerinnen wöchentlich eine Vielzahl unbezahlter Überstunden. ©LVKIGRU
Familie und Beruf sollen besser vereinbart werden können. Soweit das hehre Ziel, welches sich das Land Vorarlberg gesteckt hat. Doch um das auch in die Realität umsetzen zu können, fordern die privaten Spiel- und Kindergruppen mehr Geld.

Knapp 4.000 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis sechs Jahren werden derzeit in den 126 privat organisierten Kinderbetreuungseinrichtungen im Land betreut.

Die Plätze sind begehrt: “Ich bekomme beinahe jeden Tag Anrufe von Eltern, die verzweifelt auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihr Kind sind“, berichtet Bea Madlener-Tonetti, Obfrau des Landesverbands für selbstorganisierte Kindergruppen und Elterninitiativen Vorarlberg.

Die von ihr vertretenen Einrichtungen seien ständig bemüht, den Eltern bestmögliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bieten. Das spiegle sich vor allem in den Öffnungszeiten und dem Alter der aufgenommenen Kinder.

Qualität gleich Zeit gleich Überstunden

Auch in den selbstorganisierten Spiel- und Kindergruppen soll in Zukunft wie in den Kindergärten die bundesweit vereinbarten Qualitätsstandards verpflichtend umgesetzt werden. “Dahinter stehen wir voll und ganz”, betont Madlener-Tonetti, fordert aber dafür auch mehr bezahlte Vorbereitungsstunden.

Denn den Einrichtungen würden nur 20 Prozent ihrer Öffnungszeiten an Vorbereitungszeit ausbezahlt. In dieser Zeit könne aber höchstens die pädagogische Vorbereitung erledigt werden, für Elternarbeit oder Organisatorisches wie Dokumentation bleibe da keine Zeit.

500 unbezahlte Überstunden pro Jahr und Mitarbeiter

Die Anforderungen würden größtenteils schon jetzt freiwillig erfüllt, und hier zeige sich, dass der Aufwand nur mit sehr vielen unbezahlten Überstunden zu bewältigen ist. Allein in einer der 52 vom Landesverband vertretenen Einrichtungen fallen hier pro Jahr rund 500 unbezahlte Überstunden pro Mitarbeiter an.

Die Spielgruppen gingen sogar komplett leer aus, ihre Vorbereitungsstunden müssen sie zur Gänze selbst finanzieren – ohne den 20-Prozent-Zuschuss vom Land. “Unsere Mitarbeiter sind zum Großteil Frauen. Viele haben Familie und wollen bzw. können auch nicht mehr so viel unbezahlte Mehrarbeit leisten.”

Madlener-Tonetti fordert deshalb vom Land, die Anzahl der bezahlten Stunden für die mittelbare Pädagogik aufzustocken und auch bei den Spielgruppen die Kosten für Vorbereitungsstunden zu übernehmen. „Wenn das Land die Umsetzung des Bildungsrahmenplanes für Elementarpädagogik fordert, ist das nur recht und billig“, ist die Obfrau überzeugt.

Land ist gesprächsbereit, aber…

Die zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) zeigt sich zwar gesprächsbereit. Gleichzeitig räumt sie aber auch ein, sie könne nichts versprechen, “was sich hier heuer noch machen lässt.” Als erster Schritt stehe jetzt der Ausbau der Betreuungsplätze an, dann die Anpassung der – zugegeben recht hohen – Tarife, und dann gehe es an den weiteren Qualitätsausbau. (red)

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