Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Täglich zwei Privatpleiten

©APA
Schwarzach - Die Schuldenregulierungsverfahren (Privatkonkurse) in Vorarlberg sind im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf insgesamt 377 gestiegen. Das sind rechnerisch zwei Privatkonkurse pro Tag.

Die Summe der Passiva ist um elf Prozent auf 38,5 Mill. Euro gewachsen. Damit übersteigen die Passiva der Privatkonkurse erstmals die rund 24 Mill. Euro Passiva der Unternehmensinsolvenzen bei weitem. Diese Entwicklung trifft laut Peter Mayer vom Kreditschutzverband von 1870 nur auf Vorarlberg zu.

Mayer verweist gegenüber den „VN“ zu den Privatkonkursen in Vorarlberg auf den steigenden Anteil an Personen mit nicht deutscher Muttersprache, der bei etwa 42 Prozent liegt. „Da die Ursachen für die Privatkonkurse bei den Betroffenen meist Jahre zurückreichen, kann die aktuelle Teuerung bei Lebensmitteln, Energie und Treibstoffen nicht für die wachsende Zahl von Privatpleiten verantwortlich gemacht werden“, so Mayer. Im Land gab es heuer noch keine Großinsolvenz.

Weniger Betriebe in Konkurs

Die Insolvenzstatistik für Vorarlberg im ersten Halbjahr 2008 zeigt ein zwiespältiges Bild. Einerseits ist die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen (eröffnete Verfahren plus abgewiesene Konkursanträge) im Land leicht rückläufig. Die Zahl der eröffneten Verfahren ist um 15 Prozent zurückgegangen. Andererseits verzeichnen die Schuldenregulierungsverfahren, also die „Privatkonkurse“ eine weitere Steigerung zum Vorjahr von rund 25 Prozent. Peter Mayer, Leiter der Außenstelle Feldkirch des Kreditschutzverbandes (KSV) von 1870, sieht bei den Unternehmensinsolvenzen zwar eine erfreuliche Entwicklung, räumt aber ein, dass die Insolvenzzahlen im zweiten Quartal ­etwas höher als im ersten Quartal lagen, was auf eine wieder steigende Tendenz hinweisen könnte. Dieser Trend ist österreichweit.

So meint Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte im KSV: „Wir müssen froh sein, wenn die Firmenpleiten Ende des Jahres gegenüber 2007 nicht gestiegen sind.“ Eine Meinung, die Mayer für Vorarlberg nicht teilt. Da Vorarlberg in diesem Jahr noch keine Großinsolvenz zu verzeichnen hat, ist die Summe der Passiva im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken. Den 24 Mill. Euro standen im ersten Halbjahr 2007 rund 51 Mill. Euro gegenüber. In diesem Zeitraum schlug allein die Großinsolvenz der Vorarlberger Wirkwarenfabrik Gebrüder Wolff GmbH mit Passiva von 25 Mill. Euro zu Buche.

In der Branchenstatistik (Zahl der Fälle) liegt das Gastgewerbe an erster Stelle gefolgt von den Dienstleistungen und der Bauwirtschaft.

Größte Verfahren

Stahlbau Mark GmbH (Bludesch) mit 3,2 Mill. Passiva

Eduard Klammer, Möbelwerk KLEDU (Koblach) mit 2,6 Mill. Passiva und

Heinrich Ritter, Kräne, Lustenau mit 2,35 Mill. Passiva.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Täglich zwei Privatpleiten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen