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Ökostrom aus dem eigenen Kleinkraftwerk

Mit großem Engagement hat der Dornbirner Tiefbauingenieur Harald Scherbantie am Staufensee in Dornbirn, oberhalb des Gütle, ein Kleinwasser­kraftwerk in Eigeninitiative geschaffen.

Rund 470.000 Euro hat der private Kraftwerksbetreiber und Ökostrombezieher in die Anlage investiert. Diese hat eine Leistung von 240 kW und kann so 300 bis 350 Haushalte versorgen. Scherbantie rechnet mit einer Amortisationszeit von 15 Jahren.

Bezug zur Ökologie

Der Absolvent der Tiefbauabteilung der HTL in Rankweil und zweifache Vater ist heute als Bediensteter der Stadt Dornbirn mit Arbeiten im Spezialtiefbau beschäftigt. Er hatte immer schon einen Bezug zur Ökologie und besonders zum Wasser „als Grundlage der gesamten Natur“. Der Techniker ist auch überzeugt davon, dass es möglich ist, die Technik so mit der Natur zu verbinden, dass man die Natur nicht kaputt macht. Auch in seiner Freizeit liest Scherbantie Bücher über Ökologie und Naturschutz. „Ich habe das Problem gehabt, wie ich mich persönlich einbringen kann. Dann kam mir ein Zufall zu Hilfe. Der Staufensee, der zwischen 1910 und 1920 errichtet wurde, diente ursprünglich als Tagesspeicher für die Stromerzeugung für die weiter unten gelegenen Firmen. Und weil kein Mitglied der Stauweihergenossenschaft Interesse an einem neuen Kleinwasserkraftwerk hatte, beschloss ich, das Kraftwerk privat zu errichten“, erinnert sich Scherbantie.

Alles selbst geplant

Er ist heute Geschäftsführer der Kleinwasserkraftwerk Staufensee GmbH und hat selbst die generelle Planung, das Einreichprojekt, die Verhandlungen mit den Behörden, die Detailplanung, das Projektmanagement, die Planungskoordination und die Bauleitung übernommen. Und weiter: „Nachdem alle Grundsatzfragen geklärt waren, konnte das Projekt im Oktober 2001 bei der Bezirks­hauptmannschaft in Dornbirn eingereicht werden. Im Dezember 2002 erhielt ich den Bescheid nach dem Wasserrechtsgesetz und dem Gesetz für Natur- und Landschaftsentwicklung, nachdem ich einen Mietvertrag mit der Republik Österreich abgeschlossen hatte.“ Die Bauarbeiten wurden unter schwersten äußeren Bedingungen durchgeführt. Doch seit Mitte Juli 2004 läuft der Maschinensatz einwandfrei und produziert Ökostrom. Scherbantie, der zur Finanzierung einen Bankkredit aufgenommen hatte, führt ergänzend aus: „Jetzt zahlt sich das Kraftwerk selber ab. In rund zwölf Jahren hat es sich amortisiert und stellt dann für mich eine Pensionsvorsorge dar. Ich verkaufe den erzeugten Strom an die VKW.“ Scherbantie, der bald ein eigenes Haus bauen wird, das natürlich möglichst energiesparend ausgestattet ist, meint abschließend: „Ziel sollte es sein, möglichst energiesparend zu wohnen und die Energie, die man dann noch braucht, möglichst ökologisch zu produzieren.“

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