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Flüchtlingspakt mit Türkei in Kraft, aber kaum umsetzbar

Flüchtlingsstrom hält an
Flüchtlingsstrom hält an
Die Vereinbarungen zum EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei sind seit heute zwar formell in Kraft, aber mit der Umsetzung gibt es noch Probleme.

Griechenland fehle es an Personal, türkische Beamte seien noch nicht vor Ort und Einzelheiten der geplanten Rückführung von Flüchtlingen unbekannt, hieß es in Athen. Unterdessen wurden vor den Küsten Italiens und Libyens wieder hunderte Flüchtlinge gerettet.

Umsetzung nicht “in nur 24 Stunden”

Ein Abkommen wie das beschlossene lasse sich nicht “in nur 24 Stunden” umsetzen, sagte der Koordinator für Einwanderungspolitik der griechischen Regierung, Giorgos Kyritsis. Nach Einschätzung der EU-Kommission benötigt Griechenland zur Umsetzung des Übereinkommens schnell Hunderte Asyl-Experten, Dolmetscher und Richter aus anderen EU-Staaten.

Verteilung noch unklar

Der Pakt sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die ab Sonntag illegal von der Türkei nach Griechenland übersetzen, ab Anfang April zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden. Für jeden Syrer, der in die Türkei zurückkehrt, will die EU einen Syrer aus der Türkei aufnehmen. Allerdings ist die Verteilung der Menschen noch unklar, da viele EU-Mitglieder kaum oder gar keine Flüchtlinge Im Mittelmeer vor Italien und Libyen sind unterdessen Samstag insgesamt rund 1.500 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden, vorwiegend aus schwarzafrikanischen Ländern und aus Bangladesch. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, einige werden noch vermisst. (APA)

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