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„Der Lehrer“ ist Damülser Ehrenbürger

Ganz Damüls kam zum Gratulieren
Ganz Damüls kam zum Gratulieren
Gelungene Überraschung zum 85. Geburtstag von Josef Abel – Ehrentitel erstmals verliehen.

Damüls. (stp) Das 700-Jahr-Jubiläum hat Damüls im Vorjahr gefeiert – im 701. Jahr wurde erstmals die Ehrenbürgerschaft an eine herausragende Persönlichkeit verliehen. Das unterstreicht den Stellenwert einer solchen Auszeichnung, die am Wochenende Josef Abel zuteil wurde. „Der Lehrer“ nennen ihn seine Mitbürgerinnen und -bürger respektvoll, denn die „Generation Ü 30“ hat unter seiner Regie fast vollzählig lesen, schreiben und rechnen gelernt. 36 Jahre – von 1954 bis 1990 – stand er vor bis zu 49 Schülerinnen und Schülern in der anfänglich achtstufigen, später noch vierstufigen, Volksschule. Mit 27 Schulkindern, so erinnert er sich, habe er 1954 angefangen und die Zuordnung nach Namen war nicht einfach, denn gleich 19 davon hießen Bischof.

Selbst mitgestaltet

Dass die Gemeindemandatare mit ihrem Überraschungscoup erfolgreich waren, lag an der Programmgestaltung, bei der Josef Abel keinen Verdacht schöpfte, weil er selbst aktiv eingebunden war. „Wir haben ihm gesagt, dass die Musik nach dem Gottesdienst ein kleines Ständchen spielen wird – wegen des Schneefalls im Gemeindesaal. Josef hat keinen ,Verdacht‘ geschöpft, es könnte etwas Größeres werden“, freut sich Bürgermeister Stefan Bischof wie ein spitzbübischer Verschwörer, dass die Überraschung gelungen ist. Beim Gottesdienst saß der Lehrer wie seit 60 Jahren (!) an der Orgel. Ehrensache, dass sich nach dem Gottesdienst Dekan Georg Willam, Kaplan Thomas Huber und Pius Fässler gebührend bedankten. Mag. Bernhard Loos vom Referat Kirchenmusik in der Diözese zeichnete den Jubilar mit der Verdienstmedaille aus.

„Seine Musik“ umrahmte den anschließenden Festabend und es war Ehrensache, dass er zum Abschluss die letzten Stücke – darunter seine Komposition „Gruß ans Heimatdorf“ selbst dirigierte. Damit nicht genug, zum geselligen Abschluss der Feier packte er sein Akkordeon aus und musizierte mit seinen Söhnen Klaus, Manfred und Dietmar sowie Josef Türtscher in der legendären Formation der Damülser Bauernkapelle. Zwei Stückchen waren ausgemacht – es wurden eher zwei Stündchen, denn schon bei der „Damülser Hymne“ gesellten sich mehr und mehr Damülserinnen und Damülser dazu und bald stand ein ganzer Chor auf der Bühne.

Damüls mitgeprägt

60 Jahre lang hat Josef Abel die Gemeinde mitgeprägt, betonte Bürgermeister Stefan Bischof in seiner Laudatio. Seine deutsche Abstammung zwang den am 22. März 1929 im ehemaligen Jugos­lawien geborenen Josef Abel nach dem Zweiten Weltkrieg zur Flucht. Er kam 1945 als landwirtschaftlicher Helfer nach Warth, kam später nach Langen bei Bregenz und absolvierte als Spätberufener von 1949 bis 1954 die Lehrerbildungsanstalt und unterrichtete von 1954 bis 1990 in Damüls. 1955 heiratete er Karolina Boch. Aus dieser Ehe entstammen drei Söhne und eine Tochter. 1969 wurde er endgültig „sesshaft“ und baute sein eigenes Haus im Ortsteil Uga. Neben seiner Lehrertätigkeit engagierte er sich im Musikverein, war dort 35 Jahre Kapellmeister, 40 Jahre leitete er auch den Chor, 60 Jahre saß er an der Orgel, machte sich als Komponist einen Namen, gründete 1978 einen eigenen Musikverlag, gehörte viele Jahre der Gemeindevertretung an, initiierte eine Theatergruppe und vieles mehr.

Keiner hat es mehr verdient

Bürgermeister Bischof fasste die Verdienste in seiner Laudatio treffend zusammen: „Du hast Werte vermittelt, warst immer ein Vorbild und hast kulturell Impulse gesetzt, die noch heute wirken. Keiner aus unserer Mitte hat die Ehrenbürgerschaft mehr als du verdient. Hinter jedem starken Mann steht auch eine starke Frau – Karolina. Danke, dass du deinem Mann stets den Rücken gestärkt hast.“

Sein Gemeindewappen

Auf der nicht alltäglichen Ehrenurkunde ist auch das Damülser Wappen festgehalten. Der Ehrenbürger hat es zum 650-Jahr-Jubiläum der Gemeinde selbst entworfen und dabei Damüls als „Wälder Walsergemeinde“ symbolisiert. Mit der typischen Wäldertanne und den ebenso klassischen Walsersternen. Und noch ein besonderes Geschenk wurde überreicht: Das druckfrische „Damüls-Buch“, in dem alle Damülserinnen und Damülser unterschrieben haben. „Und wenn du die eine oder andere Unterschrift nicht lesen kannst“, so Josef Türtscher, „dann bist du selbst schuld, du hast uns das Schreiben beigebracht . . .“

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