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Warum der Mordfall Janine G. nichts mit Gloria Albrecht zu tun hat

Die Verbindung des aktuellen Falls mit dem Verschwinden von Gloria Albrecht hält Strafverteidiger German Bertsch für eine Frechheit.
Die Verbindung des aktuellen Falls mit dem Verschwinden von Gloria Albrecht hält Strafverteidiger German Bertsch für eine Frechheit.
Joachim Mangard (VOL.AT) joachim.mangard@russmedia.com
Was die Staatsanwaltschaft in Feldkirch, Strafverteidiger Bertsch und die Familie Albrecht zu kruden Mutmaßungen über eine Verbindung des tragischen Gewaltverbrechens in Lustenau und dem Verschwinden und Tod von Gloria sagen.

German Bertsch, Feldkircher Strafverteidiger des Hauptbeschuldigten, verurteilt Medienbericht, der die Tat in Verbindung mit dem Tod von Gloria Albrecht bringt.

©VN

Bertsch: "Bodenlose Frechheit"

"Solche Mutmaßungen sind schlichtweg eine bodenlose Frechheit und helfen keinem weiter. Weder im aktuellen Fall und den Ermittlungen rund um den mutmaßlichen Mord, noch rund um den tragischen Tod und das Verschwinden von Gloria Albrecht. Ich verurteile solche Berichte aufs Schärfste", kommentiert Mag. German Bertsch, Verteidiger des 25-jährigen, mutmaßlichen Haupttäters im Mordfall Janine G., einen kürzlich erschienen Medienartikel.

Haltlose Mutmaßungen und Nachahmung von Jack Unterweger?

In diesem wird behauptet, die Ermittlungen würden eine Verbindung des Täters, der aktuell beschuldigt wird, Janine G. umgebracht und die Leiche im Lustenauer Ried abgelegt zu haben, zum Fall der im März 2018 verschwundenen Dornbirner Sozialarbeiterin Gloria Albrecht, deren Leiche dann im September desselben Jahres am Karren gefunden wurde, nahelegen. In dem Bericht wird sogar assoziiert, es könnte sich um einen Nachahmungstäter handeln, der sich an Jack Unterweger orientiere, dem Killer, der in den 90er-Jahren mit einer Serie an Frauenmorden, auch in Lustenau, für Angst und Schrecken sorgte.

Familie Albrecht: "Wir glauben nicht, dass es derselbe Täter ist"

"Natürlich hoffen wir darauf, dass wir irgendwann herausfinden, was mit unserer lieben Tochter damals passiert ist. Dass sie nun aber ebenfalls in das Suchtmittel-Milieu und in das Umfeld des Täters 'geschrieben' wird, ist für uns aber in keinster Weise nachvollziehbar. Wir hoffen natürlich, dass trotzdem irgendwann die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Und wir gehen nach wie vor von Fremdverschulden aus", informiert die Familie der verstorbenen Gloria Albrecht im VOL.AT-Gespräch. "Wir können uns aber nicht vorstellen, dass es sich in beiden Fällen um denselben Täter handelt."

Staatsanwaltschaft hat keine Details zu Ermittlungen bekannt gegeben

Auf VOL.AT-Anfrage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Feldkirch informierte Mediensprecher Heinz Rusch, dass man weder Zeitungsberichte kommentieren würde, noch irgendwelche Informationen zum aktuellen Stand der Ermittlungen preisgebe oder preisgegeben habe. Also auch nicht in Zusammenhang mit einer mutmaßlich konstruierten Verbindung des schwer Beschuldigten mit dem Verschwinden und dem tragischen Tod von Gloria Albrecht. (VOL.AT)

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