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Vorarlberg: Videoüberwachung überführt 25-Jähriger Serieneinbrecher

Bilder einer Überwachungskamera am Bahnhof Bregenz haben schlussendlich zur Überführung des Täters geführt.
Bilder einer Überwachungskamera am Bahnhof Bregenz haben schlussendlich zur Überführung des Täters geführt. ©APA;VOL.AT/Hartinger
Die Vorarlberger Polizei hat am Montag in Bregenz einen 25-jährigen Mann festgenommen, der in der Zeit von 19. Oktober bis 4. November in 25 Wohnungen und Häuser in Bregenz, Dornbirn, Lauterach und Wolfurt eingebrochen haben soll.
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Dabei erbeutete er vor allem Schmuck und Bargeld. Ebenfalls festgenommen wurde seine 19-jährige Freundin. Sie wird der Hehlerei bezichtigt. Der 25-jährige Konventionsflüchtling aus Syrien sei teilgeständig und mittlerweile in die Justizanstalt Feldkirch überstellt worden, informierte der stellvertretende Leiter des Landespolizeikommandos Vorarlberg, Philipp Stadler, am Montag bei einer Pressekonferenz in Bregenz.

Teile der Beute
Teile der Beute ©VOL.AT/Pletsch

Videoüberwachung überführt Täter

Die Tatorte habe der Mann völlig willkürlich ohne vorheriges Auskundschaften ausgewählt. Allen gemein war allerdings, dass sie sich in der Nähe von Bahnhöfen und Bushaltestellen befinden. In die Gebäude gelangte der Syrer, indem er Fenster und Terrassentüren mit Kleinwerkzeugen aufbrach, die er mitgebracht hatte.

Das Landeskriminalamt kam dem Mann durch umfangreiche ermittlungstechnische Maßnahmen auf die Schliche. Unter anderem wurden Aufnahmen der Sicherheitskameras am Bahnhof in Bregenz ausgewertet, welche letztendlich zur Identifiezierung des Täters führten.

Einleitende Worte

So lief die Fahndung

Informationen zum Täter

Als Motiv gab der Konventionsflüchtling aus Syrien an, er habe mit dem Diebesgut “die hohen Behandlungskosten seiner kranken Mutter in Syrien finanzieren wollen”, informierte der Chefermittler des Bereichs Einbruch, Karl-Heinz Dietrich, am Montag bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Tatorte waren sechs Wohnungen und Häuser in Bregenz, sieben in Dornbirn, eine Wohnung in Wolfurt und elf am Wohnort des Verdächtigen in Lauterach. Gewählt hatte sie der bisher Unbescholtene völlig willkürlich ohne vorheriges Auskundschaften.

Allen gemein war allerdings, dass sie sich in der Nähe von Bahnhöfen und Bushaltestellen befinden. Die Polizei ging deshalb davon aus, dass der Mann mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Diebestour ging. In die Gebäude gelangte der Syrer, indem er Fenster und Terrassentüren mit Kleinwerkzeugen aufbrach, die er mitgebracht hatte. Dort stahl er vor allem Schmuck und Bargeld, aber auch Elektronikgeräte, Kleidung, Schuhe und Reisepässe. Bei den Einbrüchen in der Zeit zwischen 19. Oktober und 4. November war der Mann weder maskiert noch bewaffnet.

Sein Vorgehen sei “dreist” gewesen, so Dietrich. In elf Fällen seien Bewohner zuhause gewesen, in drei Fällen kam es auch zu einem Kontakt. Dabei wurde niemand verletzt, der Täter sei sofort geflüchtet. Allerdings hätten die Zeugen eine genaue Beschreibung des Aussehens und der Kleidung des Einbrechers abgeben können. Diese und ein Überwachungsvideo des Bregenzer Bahnhofs führten schließlich kurz nach einem Einbruch in der Nähe zur Identifikation des Mannes. Er und seine Freundin seien schließlich am Montag im Stadtgebiet von Bregenz festgenommen worden.

Eine kurzfristig angenommene Mittäterschaft der Freundin habe die 19-jährige Österreicherin “glaubhaft ausräumen” können. Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung der Frau wurden jedoch einige Schmückstücke gefunden. Die Polizei geht deshalb von Hehlerei aus. Die 19-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt. Der 25-Jährige ist teilgeständig und befindet sich mittlerweile in der Justizanstalt Feldkirch. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden Diebesgut und 13.000 Euro in bar gefunden. Die Höhe der Schadenssumme ist vorerst nicht bekannt, sie “dürfte aufgrund der Menge allerdings hoch sein”, sagte Dietrich. Die gestohlenen Gegenstände würden in den nächsten Tagen den Opfern vorgelegt. Erst dann könne man eine genauere Summe abschätzen. Ebenfalls ermittelt wird weiterhin, ob bereits Diebesgut veräußert wurde und ob weitere Täter in die Einbruchsserie involviert waren.

Der Verdächtige kam 2015 im Zuge der Kriegswirren in Syrien nach Österreich und wurde noch im selben Jahr als Konventionsflüchtling anerkannt. Von September 2016 bis September 2018 habe er bei verschiedenen Vorarlberger Unternehmen gearbeitet, seither sei er arbeitslos, ergänzte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Philipp Stadler.

Rückblick

Vergangenen Samstag hatte ein Einbrecher in Dornbirn eine Großfahndung der Polizei ausgelöst, die vorerst erfolglos geblieben war. Allerdings meldete die Polizei am Dienstag, dass in Zusammenhang mit der Einbruchsserie im Rheintaler Unterland eine verdächtige Person festgenommen wurde.

(APA)

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