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Regenbogenfahne in Bürs nach einem Tag gestohlen

Links Am Freitag das hissen der Regenbogenfahne in Bürs, rechts der Stand der Dinge am Samstag.
Links Am Freitag das hissen der Regenbogenfahne in Bürs, rechts der Stand der Dinge am Samstag. ©Jürgen Schacherl
Erst am Freitag wurde im Pfarrhof der Friedenskirche Bürs eine Regenbogenfahne gehisst. Bereits am Samstag war der Fahnenmast leer, die Fahne augenscheinlich gestohlen.
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Gemeinsam mit Norbert Attenberger, dem Pastoralassistenten der PfarreBürs, hissten Elke Zimmermann (Liste Georg Bucher, Sozialdemokraten und Parteifreie) und Jürgen Schacherl von den GRÜNE und Parteifreie Bürs am Freitagmittag die Regenbogenflagge im Pfarrhof der Friedenskirche Bürs, um sich mit der LGBTIQ*-Community zu solidarisieren, und ein Zeichen gegen LGBTIQ*-Feindlichkeit und für Vielfalt und Toleranz zu setzen.

Ein Zeichen der Hoffnung

Wie Jürgen Schacherl am Freitag in den Sozialen Medien schrieb, wolle man sich mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung begegnen und das Hissen der Flagge sei ein klares und fraktionen- und konfessionenübergreifendes Bekenntnis dafür. Angesichts der Flaggenverbrennungen und anderer Vandalenakte der vergangenen Tage in Vorarlberg freue man sich, die Pfarre Bürs für diese Aktione gewonnen zu haben.

Schließlich stehe der Regenbogen nicht nur für die Vielfalt der LGBTIQ*-Community, sondern sei auch ein Symbol für die Hoffnung, dass eine moderne, liebevolle Kirche ein Ort für alle Menschen sein kann, und dass Gewalt gegen die LGBTIQ*-Community und ihre Symbole im Jahr 2021 die Ausnahme bleiben.

"Wie engstirnig kann man sein?"

In einer Reaktion auf den Diebstahl der Regenbogenfahne postet Schacherl am Samstag ein Bild des leeren Fahnenmasts der laut dem Gemeindepolitker die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Diskriminierungen richten soll, der die LGBTIQ*-Community ausgesetzt ist. "Wers vorher nicht geglaubt hat, dass diese echt sind, hat nun einen Beweis", schreibt Schacherl, und meint in seinem Post, man habe wohl die richtigen Leute verunsichert. "Wie kurzsichtig und engstirnig kann man sein?", so die rhetorische Frage nach dem Diebstahl.

(VOL.AT)

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