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Rappenloch Dornbirn: Sanierungsarbeiten starten

Sanierungsarbeiten in der Rappenlochschlucht starten.
Sanierungsarbeiten in der Rappenlochschlucht starten. ©Stadt Dornbirn
In dieser Woche beginnt eine weitere Etappe der Sanierung rund um die Rappenlochschlucht in Dornbirn: die Vorbereitung für die Sprengung labiler Felspartien, die nach dem Felssturz im März des vergangenen Jahres stehen geblieben sind.
Die Dornbirner Rappenlochschlucht
2019: Felsnase in Rappenloch abgesprengt

"Mit der Sprengung und dem Ausräumen des Bachbetts sorgen wir für die Hochwassersicherheit der Dornbirner Ache im gesamten Stadtgebiet", berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Der Durchfluss in diesem Bereich ist aber auch wichtig, um den Staufensee vor der weiteren Verlandung zu schützen. "Mit dem anschließenden Neubau der Rappenlochbrücke schaffen wir eine sichere und nachhaltige Verbindung in unsere Bergparzelle Ebnit", ergänzt Vizebürgermeister Markus Fäßler. In den kommenden Wochen werden rund 60 Bohrlöcher für die Sprengung in April vorbereitet. Anschließend wird ein Teil der abgesprengten Felsbrocken aus dem Bachbett entfernt, um den Durchfluss wieder herzustellen. Die Planungen für die neue Rappenlochbrücke laufen auf Hochtouren; mit dem Bau soll noch heuer begonnen werden.

Der zweite Felssturz im März des vergangenen Jahres hinterließ einem instabilen, überhängenden Felspfeiler, der abgetragen werden muss, bevor weitere Schritte der Sanierung in Angriff genommen werden können. Die "Schutthalde" nach dem Felssturz und der Sprengung im Bachbett muss aus Gründen der Hochwassersicherheit entfernt werden: hier staut sich die Ebniterache bei Hochwasser auf und kann den instabilen Damm durchbrechen, was wiederum zu einer Flutwelle im Unterlauf führen kann. "Alleine das ist schon Grund genug, hier rasch zu handeln", ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Mit der Sanierung im Rappenloch wird auch die für die Stadt äußerst wichtige Quellableitung aus dem Ebnitertal gesichert; immerhin bezieht die Stadt rund ein Drittel ihres Trinkwassers aus dieser Quelle. "Langfristig sichern wir mit dieser Maßnahme auch den Staufensee und eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Dornbirns." Aufgrund der Barrierewirkung des Felssturzes konnte der Stausee seit längerem nicht mehr gespült werden, was zu einer zunehmenden Verlandung geführt hat.

Bild: Stadt Dornbirn

Brückenbau wird bereits vorbereitet

Parallel zu den Maßnahmen in der Schlucht und im Bachbett erfolgt seit dem Sommer des Vorjahres die Planung einer neuen Brücke über das Rappenloch. Dabei wurden von den Experten verschiedene Varianten sowohl zum Standort als auch zur Ausführung untersucht. Im Jänner dieses Jahres entschied sich der Stadtrat für den Bau der Brücke am bisherigen Standort. "Auch die Ausführung als Stahlbetonbau, der sich sowohl bei der Errichtung als auch im weiteren Betrieb als kostengünstigste Lösung erwiesen hat, wurde dabei beschlossen. Wir hoffen die Planung und die Behördenverfahren möglichst rasch abschließen zu können", ergänzt Vizebürgermeister und Tiefbaureferent Markus Fäßler.

(Red.)

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