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Felsnase musste weg: Sprengkommando im Dornbirner Rappenloch

©VOL.AT/Mayer
Am Donnerstag knallte es im Dornbirner Ebnit: Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurde eine gefährliche Felsnase abgesprengt.
Felsnase in Rappenloch abgesprengt
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Die Dornbirner Rappenlochschlucht

Im Mai 2011 riss ein großer Felssturz die Rappenlochbrücke in die Tiefe. Auch am Donnerstag stürzten wieder Gesteinsmassen in die Schlucht - dieses Mal allerdings ganz nach Plan. Ein Sprengkommando hat die Aktion im Rahmen der Sanierungsarbeiten schon seit Wochen vorbereitet. Einerseits ging es um die Sicherheit, denn die betroffene Felsnase hätte, wäre sie unkontrolliert abgestürzt, Menschen gefährden können. Auch hätte durch einen Felssturz eine wichtige Trinkwasserleitung aus dem Ebnitertal nach Dornbirn unterbrochen werden können.

Die Felsnase vor der Sprengung. Quelle: VOL.AT/Mayer

1.500 Kilo Sprengstoff

Um 15:15 Uhr war es so weit: Der Sprengstoff wurden gezündet und mehrere Tausend Kubikmeter Gestein donnerten in die Tiefe.

(Das Drehen eines Videos war wegen der Gefahrenlage nicht möglich.)

Zuerst wurde eine gebirgsschonende Perforierung gebohrt, in die eine Sprengschnur eingebracht wurde. Die Hauptsprengung erfolgte durch einen Emulsionssprengstoff, insgesamt wurden rund 1500 Kilo Sprengmittel verwendet. Um eine Gefährdung der Bevölkerung zu vermeiden, wurde der genaue Termin bewusst geheim gehalten, um keine Schaulustigen anzulocken. Das Gebiet wurde zudem von der Feuerwehr großräumig gesperrt.

Die Schlucht nach der Absprengung. Quelle: VOL.AT/Mayer

Steinverkauf an Baufirmen

Die Gesteinsmassen - teilweise auch noch vom Felssturz im Jahr 2011 - werden nicht sich selbst überlassen, sondern nach der Sprengung aus der Schlucht geräumt. Ein Teil des Materials soll an Baufirmen verkauft werden. Die Sprengung dürfte die Stadt rund 215.000 Euro kosten, der Abtransport ungefähr eine halbe Million Euro. Als nächstes soll die Planung der neuen Rappenlochbrücke, die die Pionierbrücke des Bundesheeres ersetzen wird, in Angriff genommen werden. Bereits 2021 soll mit dem Bau der Brücke begonnen werden.

(Red.)

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