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Rappenloch in Dornbirn: Sanierungsarbeiten starten

Sicherungsarbeiten in der Dornbirner Rappenlochschlucht.
Sicherungsarbeiten in der Dornbirner Rappenlochschlucht. ©Stadt Dornbirn
Nach umfangreichen Vorbereitungen ist es endlich soweit: in den kommenden Monaten wird die Rappenlochschlucht in Dornbirn saniert.

Insbesondere wird dabei der Durchfluss der Ebniterache geöffnet, damit der Staufensee wieder bewirtschaftet und vor der laufenden Verlandung geschützt werden kann. In den kommenden Monaten wird eine Baustraße errichtet, die von der Ebniterstraße bis in die Schlucht führt, eine überhängende Felsnase abgesprengt und in der Schlucht ein Durchfluss frei gelegt.

„Ich bin froh, dass wir mit diesem wichtigen Projekt endlich beginnen können. Neben der Sicherheit in diesem geologisch sensiblen Gebiet ist es auch wichtig, das Naherholungsgebiet rund um die Rappenlochschlucht für die nächsten Generationen zu erhalten,“ berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Ergänzend Tiefbaustadtrat Mag. Gebhard Greber: „Wegen der Barrierewirkung des Felssturzes konnte der Stausee seit dem Felssturz im Jahr 2011 nicht mehr gespült werden, was zu einer zunehmenden Verlandung geführt hat. Nach Abschluss der Arbeiten wird es auch möglich sein, den Staufensee zu sanieren und den Neubau der Rappenlochbrücke anzugehen.“

Vor rund acht Jahren riss ein Felssturz die Rappenlochbrücke in die Schlucht und verlegte das Flussbett der Ebniter Ache. Mit einer vom Bundesheer zur Verfügung gestellten Ersatzbrücke und einer neuen Steganlage durch das Rappenloch wurden in den vergangenen Jahren wichtige Maßnahmen gesetzt. Außerdem wurde ein Gesamtkonzept für eine nachhaltige Sanierung dieses bedeutenden Naherholungsgebiets zwischen dem Kraftwerk Ebensand, dem Staufensee und der Rappenlochbrücke erarbeitet. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Es geht dabei vorwiegend um die Sicherheit sowohl für die Brücke als auch für den Staufensee. Die Maßnahmen sind wichtig, um eines der bedeutendsten Naherholungsgebiete Dornbirns erhalten zu können.“ Der Felssturz hatte das Bachbett der Ebniter Ache verlegt, und damit den Fluss bei Hochwasser regelmäßig angestaut. Dieses Problem hat Auswirkungen auf den Staufensee und in weiterer Folge sogar auf das Kraftwerk Ebensand der VKW.

Drei Etappen geplant

Die Arbeiten, die bis zum Frühjahr 2020 großteils abgeschlossen sein sollen, werden in drei Abschnitten erfolgen. Die Baustraße, mit der die Schlucht für die Arbeiten erschlossen wird, wird in den kommenden Wochen errichtet. Anschließend wird die Sprengung der überhängenden Felsnase, die beim Felssturz stehen geblieben ist, vorbereitet. Die Sprengung selbst ist für Mitte Oktober vorgesehen. Unmittelbar anschließend erfolgt die Räumung des Flussbetts, wobei nur ein Teil des Gesteinmaterials abgetragen wird, um den Durchfluss zu gewährleisten. Die Steine werden unweit der Schlucht beim städtischen Steinbruch „Niedere“ deponiert und für die kommenden Jahre als Baumaterial für die Wegerhaltung der Ebniterstraße sowie für die Forststraßen im Firstgebiet verwendet.

Verkehrsbehinderungen erwartet

Auch wenn die Abwicklung der Bauarbeiten möglichst optimal organisiert ist, wird es zu Behinderungen sowohl auf der Ebniterstraße als auch auf den Wanderwegen kommen. Ein Teil des Rappenlochstegs wird zwar gesperrt werden müssen, kann jedoch von den Wanderern umgangen werden. Während der dritten Etappe wird es zu Behinderungen entlang des Staufensees kommen. Hier werden für die Fußgänger Umleitungen errichtet. Ebenfalls wird es während den Räumungsarbeiten auf der Ebniterstraße auf dem Abschnitt zwischen der Rappenlochbrücke und der Abzweigung Niedere zu Behinderungen für den Fahrzeugverkehr kommen. Die vollbeladenen LKW’s werden auf diesem Abschnitt teilweise im Schleichtempo unterwegs sein. Die Bevölkerung wird um Verständnis ersucht.

Die Schlucht als Naturerlebnis erhalten

Bei der Planung der Sanierung wurde darauf geachtet, dass der Eingriff möglichst schonend erfolgt und dass die Besucherinnen und Besucher des Rappenlochs auch zukünftig sowohl die Schlucht als auch den Felssturz als Naturereignis erleben können. Erst wenn die Ebniter Ache wieder ungehindert abfließen kann, ist eine behutsame und für den Unterlauf der Ache verträgliche Spülung des Staufensees über die dafür vorgesehene „Tunnelfalle“ wieder möglich. Seit dem Felssturz konnte der Staufensee nicht mehr gespült werden, weil die Sedimente, die in den Felssturz geflossen wären, eine unkontrollierbare Stauwirkung erzeugt hätte. Für den Unterlauf wäre dies eine Gefahrenquelle gewesen. Mit der Spülung des Sees ist auch der Betrieb des oberhalb des Staufensees gelegenen Kraftwerks Ebensand der VKW gesichert.

(Red.)


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