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"Ich kann damit leben": Ländle-Friseur zu Öffnung und Covid-Maßnahmen

©VOL.AT/Mayer
Österreichs Friseure dürfen wieder öffnen. Hap Krenn aus Hard im Gespräch über die Öffnung und die Umsetzung der Maßnahmen.
Zu Besuch bei "Krenn frisiert"
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Nicht nur der Handel durfe am Montag wieder aufsperren, auch Friseure durften wieder öffnen. "Ich bin seit 1990 selbstständig", erklärt Hap Krenn von "Krenn frisiert" in Hard. Seither arbeitet er mit Begeisterung als Friseur. "Die letzten Monate waren wechselhaft", meint er. In der Zeit, in der man offen hatte, habe man "ein super Geschäft" gemacht und habe auch alle Hygienemaßnahmen problemlos einhalten können. Als nichts los gewesen sei, sei es zäh gewesen. Die Maßnahmen lassen sich im Friseurgeschäft gut umsetzen: Es sei immer schwierig für eine Regierung, über solche Maßnahmen zu entscheiden. "Ich kann damit leben", so der Friseur. "Unangenehm ist es mit den Testungen, aber ich finde es ist eine Lösung, die man gemacht hat - nach der müssen wir uns jetzt richten."

Leistungsfähige Abluftanlage

"Wir haben zum Glück seit bald 20 Jahren die Onlinebuchung", so Krenn. "Die letzten Tage ging es rund mit Absagen, mit Umbuchungen und mit Neubuchungen", gibt er zu verstehen. Im Geschäft selbst gelte die Regel mit einem Kunden pro 10 Quadratmeter Fläche. Auch die Abstandregelungen und Hygienevorschriften inklusive regelmäßigem Desinfizieren werden umgesetzt. "Zudem haben wir eine leistungsfähige Abluftanlage", verdeutlicht der Friseur gegenüber VOL.AT. "Das heißt unsere Luft wird zweimal in der Stunde, im Optimalfall dreimal in der Stunde, ausgetauscht." Dadurch und durch eine laufende Frischluftzufuhr sei die Virenlast im Geschäft relativ gering, meint Krenn. "So können wir den können eine größtmögliche Sicherheit bieten."

Derzeit keine Bartbehandlungen

Was die Testung vor dem Friseurbesuch angeht, greift Hap Krenn seinen Kunden bei Bedarf auch gerne unter die Arme: "Ich habe das bei vielen Kundschaften schon so gemacht, dass ich ihnen online den Testtermin ausgemacht habe", erklärt er im VOL.AT-Gespräch. Vor allem ältere Kunden, die nicht mobil seien und vielleicht auch keinen Internetzugang hätten, seien sehr froh darüber gewesen, dass er sie so unterstützt habe.

"Also im Moment bieten wir Bartrasur oder Bartschneiden nicht an", nennt Krenn eine der Ausnahmen. "Alle anderen Dienstleistungen inklusive Augenbrauen und Wimpern dürfen wir machen." Das Tragen einer Maske bei der Arbeit sei man mittlerweile gewohnt. "Das einzige ist bei der Beratung, wenn man das Gesicht nicht sieht", so der Friseur. Dann könne der Kunde kurz die Maske abnehmen. "Kommt uns besuchen. Es tut allen gut, es tut natürlich uns gut. Es tut auch jedem gut, wenn man sich wieder wohlfühlen kann."

Die Tests können in Apotheken, Arztpraxen oder den acht kostenlosen Teststationen in Vorarlberg durchgeführt werden. Nicht akzeptiert werden "Wohnzimmertests", da ein Nachweis auf Papier oder per SMS benötigt wird. Für Kinder bis 10 gilt das Testergebnis der Eltern bzw. eines oder einer Erziehungsberechtigten, ab dem Alter von 10 Jahren brauchen Kinder ein eigenes Testergebnis.

Friseur-Innungsmeister Plaickner

Friseur-Innungsmeister Plaickner hat bei "Vorarlberg Live" am Montag über die aktuelle Lage seiner Branche und die Möglichkeit jetzt wieder Kunden mit negativem Coronatest zu empfangen gesprochen.

Alle News zur Corona-Pandemie auf VOL.AT.

(VOL.AT)

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