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43 Euro für ein Schnitzel: Dieser Nobel-Wirt muss die Preise massiv erhöhen!

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Spitzenrestaurant erhöht Schnitzelpreis auf 43 Euro – Gastronom erklärt den Hintergrund.

Diese Ankündigung sorgt in der Gourmet-Szene für Aufsehen: Das renommierte Restaurant Nobelhart & Schmutzig in Berlin kündigte bereits zum Jahresende eine deutliche Preiserhöhung an. Unter anderem soll das beliebte Schnitzel jetzt für stolze 43 Euro serviert werden. Diese Entscheidung löste eine breite Diskussion aus, besonders auf sozialen Netzwerken.

Finanzieller Mehraufwand

Billy Wagner, der Geschäftsführer des Restaurants, legt in einem Instagram-Video die Gründe für die Preissteigerungen dar. Ein wesentlicher Faktor ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Restaurant-Speisen in Deutschland. Nach einer temporären Senkung während der Corona-Pandemie, steigt der Satz nun wieder von 7 Prozent auf 19 Prozent. Wagner betont, dass dies für sein Restaurant allein im Jahr 2023 zu einem finanziellen Mehraufwand von 152.000 Euro führen würde.

Ein weiterer Punkt in Wagners Argumentation ist die Anhebung des Mindestlohns. Obwohl sein Restaurant den Mindestlohn nur an Auszubildende und Praktikanten zahlt, führt die Anhebung zu einer Kettenreaktion bei den Gehaltsstrukturen. Wagner erläutert, dass die Anpassung der Gehälter an den erhöhten Mindestlohn das Restaurant zusätzliche 36.000 Euro pro Jahr kostet.

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Mehrkosten in Höhe von 188.000 Euro

Wagner stellt klar, dass das Restaurant mit insgesamt 188.000 Euro zusätzlichen Kosten konfrontiert ist – und das ohne Berücksichtigung der Inflation. Als Gastronom sei er in seinen Möglichkeiten, Kosten zu reduzieren, begrenzt. Billigere Lebensmittel einzukaufen oder Personal zu entlassen, würde die gewohnte Qualität seines Angebots beeinträchtigen, was für ihn nicht infrage kommt.

Bis zu 225 Euro für ein Menü

Daher erhöht Nobelhart & Schmutzig die Preise: Dienstags bis donnerstags steigen die Menüpreise von 175 auf 195 Euro, freitags und samstags von 200 auf 225 Euro. Und das Schnitzel, nun ein Symbol der Preisdiskussion, wird fortan 43 Euro kosten. „Das ist eine richtige Stange Geld“, räumt Wagner ein, verteidigt jedoch die Notwendigkeit der Preiserhöhungen für die Aufrechterhaltung der Qualität und des Betriebs. (VOL.AT)

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