US-Polizei erschießt erneut Afroamerikaner

Deon Kay wurde am 02. September von der Washingtoner Polizei erschossen.
Deon Kay wurde am 02. September von der Washingtoner Polizei erschossen. ©Pixabay/ Instagram @untilfreedom
Mittwoch Nachmittag wurde der 18-jährige Afroamerikaner Deon Kay von einem Polizeibeamten in Washington erschossen. Sie suchten nach einem Mann mit einer Waffe in der Gegend, so die Aussagen der Polizei.
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"Während der Verfolgung zu Fuß schwang einer der Verdächtigen eine Schusswaffe. Daraufhin schoss ein Polizist ein Mal und traf den Verdächtigen", so hieß es in der Erklärung. Der Mann wurde ins Krankehaus gebracht, wo er für tot erklärt wurde.

Die lokale Black Lives Matter-Bewegung rief umgehend zu Protesten vor der Polizeiwache des siebten Bezirks auf. Dutzende wütende Demonstranten lieferten sich im Anschluss Handgemenge mit der Polizei, wie Videos in den sozialen Medien zeigen.

Kein Einzelfall

Nachdem der Afroamerikaner George Floyd Ende Mai in Minneapolis durch Polizeigewalt um's Leben kam, folgte ein weiterer tödlicher Vorfall in Los Angeles am 31. August. Vor zehn Tagen wurde Jacob Blake mit sieben Schüssen getroffen und überlebte nur schwer verletzt. In mehreren Städten gab und gibt es Demonstrationen und gewaltvolle Auseinandersetzung zwischen Anhänger der Black Lives Matter-Bewegung und der Exekutive.

Bodycams

Bei Bodycams handelt es sich um am Körper getragene Kameras, die das Geschehen aufnehmen. Ziel dieser Körperkameras ist es die Polizeigewalt zu reduzieren, Beschwerden der Bevölkerung einzudämmen und für mehr Transparenz und Legitimität zu sorgen, laut dem Wissenschaftsblatt "Journal of Quantitative Criminology". Im Juni verabschiedete die Stadtregierung von Washington ein Gesetz, wonach die Polizei die Aufnahmen von Bodycams bei tödlichen Schüssen innerhalb von fünf Tagen veröffentlichen muss.

(VOL.AT)

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